1860-Sieg: Emotionale Botschaft an Bierofka nach Rücktritt

München - Der TSV 1860 München überzeugte am 15. Spieltag in der 3. Liga, dem ersten Spiel nach Bierofka, beim Halleschen FC.

Danke Biero: Nach dem 1:0 für die Löwen wurden ganz spezielle Grüße nach München geschickt.
Danke Biero: Nach dem 1:0 für die Löwen wurden ganz spezielle Grüße nach München geschickt.  © imago images / Hartmut Bösener

Das Tor für die Münchner Löwen schoss Stefan Lex (39.).

TSV-Interimstrainer Oliver Beer nahm zwei personelle Änderungen vor. Phillipp Steinhart durfte für Leon Klassen und Stefan Lex für Markus Ziereis aufs Feld.

Auch sein Pendant, Geburtstagskind Torsten Ziegner, schraubte zweimal an der Aufstellung des HFC: Jannes Vollert kam für Toni Lindenhahn und Pascal Sohm ging für Jonas Nietfeld in die Partie.

Nach der ligenübergreifenden Gedenkminute für Robert Enke begann das offensive Beschnuppern der beiden Mannschaften.

Sowohl München, in Spiel eins nach Daniel Bierofka, als auch Gastgeber Halle starteten bedächtig aber angriffslustig, wobei sich der HFC sehr schnell das Leder sicherte und den Ton angab. Der TSV verbarrikadierte sich seinerseits in der Defensive, wartete auf Konter.

Beide Seiten erspielten sich jedoch kaum gute Chancen. In der 18. Minute war es Stefan Lex, der nur knapp im linken Pfosten seinen Meister fand, im Gegenzug konnte Terrence Boyd den Löwen-Keeper Marco Hiller kurz darauf später nicht schlagen.

Doch die dickste Möglichkeit vergab Sascha Mölders in der 29. Minute. Nach Zuckerpässen von Daniel Wein und Marius Willsch verschoss der vereinsinterne Torschützenkönig aus kurzer Distanz. Da wäer es deutlich leichter gewesen, das Tor zu treffen.

Dann kam die 39. Minute und ein fataler Ballverlust auf Seiten der Gastgeber. Mölders schnappt sich den Ball und spielt ihn blind nach hinten zum heraneilenden Stefan Lex. Der läuft völlig allein auf Halle-Keeper Kai Eisele zu und verwandelte kaltschnäuzig zum 1:0 aus Sicht der Löwen.

Erste Amtshandlung der jubelnden Münchner: Sie liefen zur TV-Kamera und hielten ein Shirt mit dem Aufdruck "Danke Biero" in die Linse. Eine Liebeserklärung. Ein Statement.

Zahlreiche top Chancen für den TSV, aber kein Abschluss

Stefan Lex schießt den TSV 1860 München mit seinem 2. Saisontor in Führung.
Stefan Lex schießt den TSV 1860 München mit seinem 2. Saisontor in Führung.  © Imago Images / Jan Huebner

Der Hallesche FC geriet nach dem Rückstand immer mehr aus dem Konzept und gab das Ruder aus der Hand. Gerade rechtzeitig schien da der Halbzeitpfiff.

HFC-Trainer Ziegner schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Wiederanpfiff schalteten die Gastgeber einige Gänge höher und erspielten in den folgenden Minuten drei durchaus gefährliche Tormöglichkeiten.

Doch dieses Tempo konnten sie nicht lange halten. Wie in der ersten Halbzeit, schienen die Gastgeber den Ball zu kontrollieren, wussten jedoch nicht so recht, was sie damit anstellen sollen.

Und gerade als man dachte, die Löwen-Verteidigung wäre nicht zu knacken, kam es in der 57. Minute zum großen Tumult. Marco Hiller machte bei einer Schussabwehr nicht die beste Figur, lag geschlagen am Boden und der HFC hatte das leere Tor vor sich. Aaron Berzel war es schließlich, der den Ball per Kopf an der Torlinie stoppte und Schlimmeres verhinderte.

Kurz darauf die Konterchance in der 58. Minute. Stefan Lex erkämpft sich den Ball, scheitert dieses Mal jedoch fast unbedrängt am rechten Pfosten - da fehlten Millimeter. Ebenso wie in der 70. Minute, als wieder Lex aus zwei Metern an Eisele scheiterte.

Er allein hätte mit diesen Goldchancen sein Team schon mit 4:0 zum Sieger krönen können. Die zweitbeste Verteidigung der Liga bekam mächtig Schützenhilfe von der schlechten Chancenverwertung der Münchner Löwen.

In der 80. Minute ging Lex vom Platz und es kam Prince Osei Owusu, der aber am 0:1-Endstand auch nichts änderte. Der TSV 1860 München gewinnt zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ein Ligaspiel gegen den Halleschen FC.

Titelfoto: imago images / Hartmut Bösener

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