TSV 1860 München: Michael Köllner freut sich auf seinen Job und gibt Ziele vor

München - Der Abschied von Trainer Daniel Bierofka (40) beim TSV 1860 München war ein Schock. Mit Michael Köllner (49) wurde ein Nachfolger verpflichtet, der den Klassenerhalt in der 3. Liga schaffen soll. Nun wurde der Coach vorgestellt.

Michael Köllner will mit dem TSV 1860 München in der 3. Liga überzeugen.
Michael Köllner will mit dem TSV 1860 München in der 3. Liga überzeugen.  © Sven Hoppe/dpa

"Ich bin ein Trainer für alle, ein Trainer für alle Sechzger", erklärte der 49-Jährige am Montag bei seiner Vorstellung. Entscheidend sei in diesem Zusammenhang deshalb, dass alle Beteiligten in Zukunft "an einem Strang ziehen". Im Endeffekt stehe der Verein stets über allem, sagte Köllner, der den Blick "nach vorne richten" und mit dem Traditionsklub aus Giesing einiges erreichen will.

"Der Verein hat enormes Potenzial. Es steckt viel Kraft in dem Verein", führte Köllner aus. Dies müsse jedoch auch entsprechend genutzt werden. Es gelte "alle Kräfte" zu wecken. Ein "Fundament" sei vorhanden, es müsse aber ausgebaut werden - und dafür habe er das Ruder beim Drittligisten aus der Landeshauptstadt letztlich übernommen.

Gerechnet habe er mit dem Engagement aber keineswegs, räumte der Übungsleiter bei seiner Vorstellung bei den Löwen ein.

Er habe nicht damit gerechnet, dass Bierofka als Trainer seinen Hut nimmt und "Sechzig dann an mich herantritt", schilderte Köllner. Die Entscheidung, das Angebot anzunehmen, sei im Anschluss allerdings "von Herzen" gekommen. "Ich bin bei den Löwen gut aufgehoben", ist sich der neue starke Mann sicher, der seine Vorgänger deutlich lobte.

Der Traditionsverein verfüge über eine komplett "intakte Mannschaft", die er nun in der anstehenden Länderspielpause aber erst einmal besser kennenlernen wolle. Die "eigene DNA" sei wichtig, gleiches gelte für "Einigkeit" innerhalb des Klubs. Eine gute Jugendarbeit spielt für Köllner eine große Rolle, ebenso wie die Durchlässigkeit.

Die Profi-Mannschaft müsse laut Köllner stets ein für den Nachwuchs erreichbares Ziel sein. Sechzig sei "jahrelang eine Topadresse in Deutschland" gewesen. Vor allem für die etwaigen Jugendakteure.

Trainer Michael Köllner hat beim TSV 1860 München in der 3. Liga klare Vorstellungen

"Da müssen wir auf langem Weg auch wieder hinkommen", erklärte der Sechzig-Trainer. Dies wäre auch im Interesse der Fans, die den Verein bedingungslos unterstützen: "Jeder Fan will doch gerne eigene Spieler sehen." Bestenfalls seien dies Akteure, "die in der Grünwalder Straße aufgewachsen sind".

Köllner betonte allerdings nicht nur die Tradition, sondern auch, dass man sich für die Geschichte der Löwen nichts kaufen könne. Aufgrund der "fragilen" Lage müsse dringend punkten werden, um die Ziele in der 3. Liga zu erreichen: "Du musst hart arbeiten, du bekommst nichts geschenkt."

Er will mit seinen Spielern durch "dick und dünn" gehen und diese besser machen. Es müsse ein Vertrauensverhältnis geschaffen werden, von dem beide Seiten und vor allem der Verein, den Köllner ein ums andere Mal in den Mittelpunkt rückte, profitieren. "Die Schwere der Aufgabe hat natürlich auch viel Spannendes", sagte der gebürtige Bayer.

Köllner will deshalb eine "scharfe Mannschaft auf den Platz" schicken, die dies umsetzen soll. Auch auf die Fans soll dieser Funke überspringen. Würde dies gelingen, sei in dieser Saison nach oben hin noch "etwas möglich". Es gelte vor der Winterpause, Zeichen zu setzen. Der Löwe sei schließlich ein "souveränes Tier, ein starkes Tier, ein kräftiges Tier".

Michael Köllner hat beim TSV 1860 München die Nachfolge von Daniel Bierofka angetreten.
Michael Köllner hat beim TSV 1860 München die Nachfolge von Daniel Bierofka angetreten.  © Swen Pförtner/dpa

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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