Löwen-Pleite gegen Rostock: Gedämpfte Stimmung bei 1860

München - Die Niederlage gegen Hansa Rostock im Grünwalder Stadion sorgt beim TSV 1860 München für gedämpfte Stimmung. Vor allem die vergebenen Torchancen schmerzen Daniel Bierofka (40) und Co. im Mittelfeld der 3. Liga.

Trainer Daniel Bierofka war mit der Leistung seines Teams nicht ganz zufrieden.
Trainer Daniel Bierofka war mit der Leistung seines Teams nicht ganz zufrieden.  © DPA

"Heute ist vieles gegen uns gelaufen", resümierte der Trainer der Löwen nach der unnötigen 1:2 (0:2)-Pleite im Traditionsduell gegen Rostock. Er könne sich allein an drei Situationen erinnern, in denen ein Mitspieler mitgelaufen sei, sein Team jedoch den Abschluss statt eines Querpasses gesucht habe, schilderte ein unzufriedener Bierofka.

Seine Truppe, die vor 15.000 Zuschauern "immer wieder gefährlich" war, habe vor allem im ersten Durchgang erheblich zu "sorglos" agiert, stellte der 42-Jährige fest, dabei habe er im Vorfeld gezielt auf das Gegenpressing der Gäste hingewiesen.

Darauf habe er "die Jungs aufmerksam gemacht", sagte Bierofka angefressen, schränkte jedoch ebenfalls ein, dass nicht alles schlecht gewesen sei. So könne man auf die zweite Halbzeit, in der Routinier Sascha Mölders (33) mit seinem Tor zum Anschluss nochmals für Hoffnung im ausverkauften Grünwalder gesorgt hatte, aufbauen.

"Wir hatten viele Torabschlüsse, leider konnten wir die klaren Torchancen nicht verwerten", bilanzierte der Übungsleiter der Münchner, die letztlich für die "Naivität der ersten Halbzeit" bezahlen mussten. Dennoch müsse er seinen "Hut ziehen, mit welcher Leidenschaft die Mannschaft nach dem 0:2 zurückgekommen ist", führte Bierofka aus.

Mölders hadert mit Ausgang

Auch Torschütze Mölders haderte nach der Partie mit deren Ausgang. "Wir hatten mehr Chancen als der Gegner. Schon vor dem 0:1 haben wir zwei, drei Dinger nicht sauber zu Ende gespielt", sagte der 33-Jährige, dessen Vertrag sich durch den 20. Einsatz in der Startelf in der aktuellen Spielzeit automatisch verlängert hat. "Die Niederlage ist absolut ärgerlich", erklärte er. "Am Ende hätten wir uns aber über einen Punkt gefreut."

Zumindest die Vertragsverlängerung konnte die Stimmung etwas aufhellen. Diese sei "für beide Seiten gut", sagte Mölders. Mit 34 Punkten liegen die Sechzger nach dem 26. Spieltag punktgleich mit dem 1. FC Kaiserslautern auf Rang zwölf des Tableaus.

Während der Aufstieg schon lange kein Thema mehr ist, gilt es weiter, den Klassenerhalt zu sichern. "Wir haben nie gesagt, dass wir nicht mehr nach unten schauen müssen", erklärte entsprechend auch Stürmer Mölders mit Blick auf die restliche Spielzeit. "Bei der engen Liga kann es bis zum letzten Spieltag knapp bleiben."

Die nächste Möglichkeit, weitere wichtige Zähler im Kampf um die Klasse einzufahren, erhalten die Löwen bereits am kommenden Samstag, wenn es in der Brita-Arena gegen den SV Wehen Wiesbaden (14 Uhr) zur Sache geht.

Daniel Bierofka übte nach der Pleite Kritik an seiner Mannschaft, fand jedoch auch lobende Worte.
Daniel Bierofka übte nach der Pleite Kritik an seiner Mannschaft, fand jedoch auch lobende Worte.  © DPA
Harter Kampf: Hansa Rostock konnte den Traditionskracher am Ende knapp für sich entscheiden.
Harter Kampf: Hansa Rostock konnte den Traditionskracher am Ende knapp für sich entscheiden.  © Imago

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