"Vom Kopf nicht da": Bierofka und Co. hadern nach Würzburg-Pleite mit Leistung

München - Der TSV 1860 München hat beim Gastspiel bei den Würzburger Kickers eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Aufwärtstrend bekommt zumindest eine Delle. Daniel Bierofka (40) und Co. hadern im Anschluss mit der Leistung.

Der TSV 1860 München unterlag beim Gastspiel in Würzburg umkämpft mit 1:2.
Der TSV 1860 München unterlag beim Gastspiel in Würzburg umkämpft mit 1:2.

"Wir hatten überhaupt keinen Zugriff", erklärte Stefan Lex (29) im Hinblick auf die schwache Anfangsphase der Löwen in der mit 10.006 Fans ausverkauften Flyeralarm-Arena in Würzburg, die von den Hausherren Mitte des ersten Durchgangs mit zwei Toren eiskalt bestraft worden war.

Auch Löwen-Trainer Bierofka übte vor allem an der Herangehensweise seines Teams in der ersten Halbzeit deutliche Kritik. "Die ersten 25 Minuten waren für mich entscheidend, weil wir einfach körperlich und mental nicht auf dem Platz waren", sagte der Übungsleiter. Auf diese Weise dürfe man laut Bierofka "nicht ins Spiel gehen".

"Wir waren viel zu passiv, haben zu viele Zweikämpfe verloren", analysierte der 40-Jährige und gratulierte den Hausherren deshalb zum Sieg. "Sie haben uns den Schneid abgekauft, was wir zugelassen haben". Der Sieg ginge in Ordnung.

Die Münchner hätten nur "zweimal zehn Minuten an unsere Limits anschließen können", schilderte Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel (47) seine Sichtweise der Dinge. "Das war ab der 35. Minute bis zur Pause und in der Schlussphase."

Ansonsten seien die Akteure in den hellblauen Trikots auf dem Rasen nur "den eigenen Ansprüchen hinterhergelaufen".

Gesprächsbedarf bei den Löwen

Schlussmann Marco Hiller (r.) und der TSV 1860 mussten eine Pleite hinnehmen.
Schlussmann Marco Hiller (r.) und der TSV 1860 mussten eine Pleite hinnehmen.

"So kannst du kein Spiel gewinnen", stellte Gorenzel fest. "Würzburg hat mehr Leidenschaft gezeigt, hatte mehr Präsenz auf dem Platz. Wir dagegen konnten nicht unser Gesicht der letzten Wochen zeigen, haben nicht die Intensität auf den Platz gebracht, zu der wir in der Lage sind", schloss sich auch Bierofka an. "Wir waren vom Kopf nicht da."

Darüber sei deshalb in den kommenden Tagen zu reden, erklärte der Löwen-Trainer.

Trotz der Niederlage gegen die Kickers fiel das Fazit von Torschütze Lex nicht gänzlich vernichtend aus. "Ich hätte lieber Punkte mitgenommen", sagte er.

Mit den sechs Punkten in der Englischen Woche könne man aber gut leben. "Im Vorfeld hätten wir das sofort unterschrieben. Das ist okay, trotzdem hätte ich aus Würzburg gerne was mitgenommen."

Die Chance zur direkten Wiedergutmachung bietet sich am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse, wenn der SV Meppen im Grünwalder Stadion gastiert (14 Uhr).

"Wir müssen jetzt schauen, dass wir so schnell wie möglich die 47 Punkte (zum Klassenerhalt, Anm. d. Red.) haben. Die schaffen wir, da bin ich mir sicher", erklärte Felix Weber (24) mit dem Blick auf die noch anstehenden neun Partien.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka war vor allem mit der Anfangsphase nicht zufrieden.
Löwen-Trainer Daniel Bierofka war vor allem mit der Anfangsphase nicht zufrieden.  © DPA

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

Mehr zum Thema TSV 1860 München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0