"Einfach nicht verdient": 1860-Pleite sorgt für Ernüchterung

München - Der TSV 1860 München hat am Montagabend gegen die SG Sonnenhof Großaspach eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage in den letzten Minuten der Partie hinnehmen müssen. Trainer Daniel Bierofka (40) zeigte sich zwiegespalten.

Übungsleiter Daniel Bierofka trainiert seit dem Jahr 2017 den TSV 1860 München.
Übungsleiter Daniel Bierofka trainiert seit dem Jahr 2017 den TSV 1860 München.  © DPA

"Vor allem Defensiv haben wir wenig zugelassen. Mit der ersten richtigen Chance, das war der Elfmeter, macht Großaspach das Tor", erklärte der Coach der Löwen nach dem Duell, das die Sechzger nach einem Strafstoß in der 87. Minute durch Shqiprim Binakaj (29), den Kai Brünker (24) im Nachschuss einnetzen konnte, verloren hatten.

Die durchaus bittere Niederlage am 32. Spieltag der 3. Liga schmerzt dennoch sehr - und sie bietet vor allem am anderen Ende des Feldes auch Anlass zu deutlicher Kritik.

"Wir haben es heute einfach nicht verdient, weil wir in der Offensive viel zu harmlos waren, uns zu wenig durchsetzen konnten", führte Bierofka aus. Vor allem kurz vor dem Sechzehner Großaspachs lief bei den Gästen aus München wenig zusammen.

"Wir haben die Abschlüsse nicht konsequent aufs Tor gebracht", kritisierte der 40-Jährige weiter. "Wenn der letzte Pass mal kam, dann konnten wir uns im letzten Drittel nicht entscheidend durchsetzen."

Vor insgesamt 8230 Zuschauern in der Mechatronik Arena überwog über weite Strecken der Partie der Kampf, es war ein Aufeinandertreffen, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Am Ende mussten die mitgereisten Fans der Löwen ebenso wie ihre Mannschaft aber mit leeren Händen den Heimweg in die Landeshauptstadt antreten.

Bierofka hofft auf Rückkehrer

Trotz der Niederlage liegen die Münchner mit 44 Punkten weiterhin im oberen Drittel der Tabelle auf Rang sechs. Mit dem Abstieg haben Bierofka und Co. wenig zu tun, der Blick geht wohl auch deshalb nach vorne.

"Morgen ärgeren wir uns noch, aber wir müssen weitermachen und am Samstag gegen Münster punkten", sagte Herbert Paul (25), der den entscheidenden Elfmeter mit einem unglücklichen Foul verursacht hatte.

"Der Ball kommt irgendwie durch, ich will ihn klären, der Stürmer ist vor mir dran, spitzelt ihn weg und nimmt den Kontakt an", blickte Paul auf die überaus ärgerliche Szene zurück und sprach angesichts der knappen Niederlage von einem "Scheißgefühl".

Torhüter Marco Hiller (22) betonte derweil besonders die Bedeutung der kommenden Wochen. "Wir haben noch sechs Spiele, da werden wir noch punkten", zeigte sich der 22-Jährige zuversichtlich. Man müsse in engen Spielen allerdings "cleverer sein".

Beim Heimspiel gegen Preußen Münster (Samstag, 14 Uhr) setzt Bierofka nicht nur auf die Rückkehr von Nico Karger, sondern auch auf einen gegen Großaspach gesperrten Youngster, der dem Spiel der Löwen, die zum ersten Mal nach einer Serie von 13 Spielen ohne eigenen Treffer geblieben waren, ein entscheidendes Element zurückbringen soll.

"Außerdem ist Prince Owusu (22) wieder da, dann haben wir wieder mehr Geschwindigkeit vorne", sagte der 40-Jährige vor dem wichtigen Schlagabtausch im Grünwalder am Wochenende.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

Mehr zum Thema TSV 1860 München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0