Zitter-Sieg gegen Aalen! TSV 1860 München dreht spät Partie gegen Schlusslicht

München - Das war wichtig! Der TSV 1860 München hat am 24. Spieltag der 3. Fußball-Liga vor heimischer Kulisse gegen das Schlusslicht VfR Aalen einen 2:1 (0:0)-Erfolg gefeiert. Es war der erste Pflichtspielsieg im Kalenderjahr 2019.

Der Stefan Lex (r.) und der TSV 1860 München mussten gegen Aalen lange zittern.
Der Stefan Lex (r.) und der TSV 1860 München mussten gegen Aalen lange zittern.  © Imago

Die Treffer im nicht ganz ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße erzielten Luca Schnellbacher (48. Minute) für die Gäste aus Aalen, Daniel Wein (84.) und Prince Osei Owusu (88.) drehten die Partie in der Schlussphase noch zugunsten der Löwen.

Im Vergleich zum Remis gegen den KFC Uerdingen hatte Trainer Daniel Bierofka zwei Änderungen an seiner ersten Elf vorgenommen. Eric Weeger ersetzte den gesperrten Herbert Paul, Markus Ziereis stand für Owusu auf dem Feld.

Angetrieben von den heimischen Fans legten die Löwen entsprechend motiviert los und hatten bereits in der 2. Minute die erste gute Möglichkeit der Partie. Sascha Mölders verlängerte eine Flanke im Sechzehner mit dem Kopf auf Ziereis, dessen Abschluss aber nicht den Weg in den Kasten fand.

Auch im Anschluss blieben die in den hellblauen Trikots agierenden Hausherren spielbestimmend gegen überforderte Gäste aus Aalen. Mehrere Eckbälle verpufften jedoch ohne nennenswerte Gefahr für VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt, der im Fall der Fälle allerdings auch zur Stelle war.

Während auf der Gegenseite Aalens Marvin Büyüksakarya zumindest einen ungenauen Versuch in Richtung Tor der Löwen abgab (15.), spielte sich die Partie weiterhin nahezu komplett in der Hälfte des Schlusslichts ab.

Das letzte Quäntchen Genauigkeit fehlte spürbar engagierten Sechzigern dennoch auch im weiteren Verlauf. Statt der Führung der Löwen sahen die Fans deshalb Gäste, die sich langsam in das Spiel arbeiten und etwa durch einen Versuch von Schnellbacher (25.) kleine Nadelstiche setzen konnten.

Da Petar Slišković für Aalen an Löwen-Keeper Marco Hiller, der eine Glanzparade auspacken musste, scheiterte (35.) und die Hausherren an Bernhardt nicht vorbei kamen, ging es nach 45 absolvierten Minuten torlos in die Kabinen.

Schnellbacher schockt Löwen

Gegen den VfR Aalen feierte der TSV 1860 München einen äußerst knappen 2:1-Sieg.
Gegen den VfR Aalen feierte der TSV 1860 München einen äußerst knappen 2:1-Sieg.  © DPA

Sowohl Bierofka als auch sein Gegenüber, Rico Schmitt, verzichteten in der Halbzeit auf personelle Veränderungen und vertrauten somit weiter den Akteuren, die die Partie jeweils begonnen hatten.

Zumindest Schmitt lag damit zunächst goldrichtig. Eine Hereingabe von Büyüksakarya von der linken Seite landete am zweiten Pfosten bei Schnellbacher. Der fackelte nicht lange und knallte das Leder zur Gäste-Führung unter die Latte (48.).

Nachdem der Schock auf Platz und Rängen zumindest kurzzeitig durchaus spürbar war, fingen sich Mölders und seine Teamkollegen schnell wieder. Bierofka reagierte angesichts der drohenden Niederlage gegen den Tabellenletzten mit einem Doppelwechsel. Owusu ersetzte Ziereis, für Weeger kam Aaron Berzel (beide 63.).

Wenige Minuten später fasste sich Nico Karger ein Herz und hielt aus gut 20 Metern einfach mal drauf (71.). Der Offensivspieler hatte allerdings Pech, sein Versuch knallte an den Pfosten. Der Nachschuss von Mölders zappelte zwar im Netz, der Stürmer stand jedoch im Abseits und wurde deshalb vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen.

Die Löwen gaben nicht auf, drückten vehement auf den Ausgleich - und wurden in der 84. Minute durch Wein für ihre Bemühungen belohnt! Eine Faustabwehr von Bernhardt landete bei Wein, der direkt abzog. Thomas Geyer war noch dran, konnte den Ausgleich aber nicht mehr verhindern.

Beflügelt von Weins Treffer gelang dann sogar noch der so wichtige Sieg. Joker Owusu, bedient von Mölders, sorgte in der 88. Minute dafür, dass das Grünwalder Stadion nahezu explodierte und die Löwen den ersten Dreier des Jahres einfuhren.

Als nächstes Duell steht am kommenden Samstag (23. Februar, 14 Uhr) für die Löwen das Gastspiel bei Energie Cottbus auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz hängt im Tabellenkeller fest, ein weiterer Erfolg muss für Bierofka und Co. Pflicht sein.

Titelfoto: Imago

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