Aufwärtstrend gestoppt! 1860 München verliert gegen Würzburg

Würzburg - Der TSV 1860 München hat am 29. Spieltag der 3. Liga gegen die Würzburger Kickers einen Dämpfer kassiert. Der Aufwärtstrend der letzten Spiele ist zumindest vorerst Geschichte. Am Ende stand eine 1:2 (1:2)-Pleite.

Schlussmann Marco Hiller (r.) und der TSV 1860 mussten eine Pleite hinnehmen.
Schlussmann Marco Hiller (r.) und der TSV 1860 mussten eine Pleite hinnehmen.

Die Tore in der mit 10.006 Zuschauern ausverkaufen Flyeralarm-Arena erzielten Orhan Ademi (20. Minute) und Caniggia Elva (27.) für die Gastgeber. Stefan Lex (31.) traf für München.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka hatte im Vorfeld der Partie zwar offen überlegt, seine erste Elf erneut zu verändern, blieb letztlich aber der Anfangsformation des Sieges gegen die SpVgg Unterhaching treu.

Auf dem Rasen am Dallenberg präsentierten sich die Münchner zu Beginn bemüht, die Kontrolle über die Partie konnte die Bierofka-Truppe allerdings nicht erlangen. Stattdessen musste Schlussmann Marco Hiller bereits nach wenigen Minuten erstmals eingreifen. Einen Distanzschuss von Dominic Baumann konnte er jedoch entschärfen (5.).

Auch im Anschluss blieben die Kickers die aktivere und vor allem feldüberlegene Mannschaft, das letzte Quäntchen zur Führung in der Nähe des Sechzehners fehlte den Hausherren jedoch zunächst. Dennoch brachte Würzburg die Löwen in der Folge ein ums andere Mal erheblich in die Bredouille.

Die zu erwartende Quittung für die schwache Anfangsphase bekamen die Sechzger dann in der 20. Minute. Patrick Göbel hatte zu viel Platz im rechten Halbfeld und fand im freien Raum Ademi. Der Kickers-Stürmer blieb eiskalt und schob das Leder zur verdienten Führung der Gastgeber in die kurze Ecke.

Während die Löwen sichtlich angeschlagen waren, setzte es sieben Minuten später den nächsten Nackenschlag. Einen Konter der Würzburger vollendete Elva, der Herbert Paul sowie Hiller mit Glück und Geschick keine Chance zur Abwehr ließ, nervenstark zur 2:0-Führung für bis dato überlegene Kickers (27.).

Viele der mitgereisten Fans aus München dürften zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer enttäuschenden Leistung die Pause nahezu herbeigesehnt haben, sie hatten jedoch nicht mit der Reaktion von Routinier Sascha Mölders und Co. gerechnet.

Kurz nach dem zweiten Gegentreffer zeigte Prince Osei Owusu an der Strafraumgrenze, warum die Löwen den Youngster unter anderem ausgeliehen haben. Kickers-Keeper Leon Bätge war zwar noch zur Stelle, Sebastian Schuppan bugsierte den Abpraller jedoch unglücklich in die Mitte, wo Lex den Ball über die Linie grätschen konnte (31.).

Löwen ohne nötigen Biss

Der TSV 1860 München unterlag beim Gastspiel in Würzburg umkämpft mit 1:2.
Der TSV 1860 München unterlag beim Gastspiel in Würzburg umkämpft mit 1:2.

In einer inzwischen offeneren Partie, in der die Gäste langsam Fuß zu fassen schienen, verpasste Efkan Bekiroğlu kurz vor dem Pausenpfiff im Anschluss gar noch den Ausgleich. Der sehenswerte Lupfer des Mittelfeldspielers über Bätge hinweg landete jedoch nicht im, sondern auf dem Kasten.

Es war die letzte Aktion Bekiroğlus an diesem Wochenende. Bierofka brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit Aaron Berzel für den Mittelfeldakteur der Löwen in die Partie.

Beide Mannschaften wollten unbedingt nachlegen, das Aufeinandertreffen wurde von Minute zu Minute umkämpfter. Mölders verpasste die erste Chance der Gäste (53.), auf der Gegenseite parierte Hiller stark im Eins-gegen-Eins gegen Baumann (56.).

Bierofka versuchte an der Seitenlinie alles, sein Team noch zu mindestens einem Zähler zu treiben. Benjamin Kindsvater kam für Lex (61.), die Löwen agierten aber zu ungenau.

Es war eine Ungenauigkeit im Spiel der Gäste, die sich auch in der restlichen Partie zeigte. Willenskraft war diesmal nicht genug.

Da auch der letzte Versuch, das Ruder mit der Einwechslung von Markus Ziereis für Nico Karger (77.) doch nochmal herumzureißen, scheiterte, blieb es letztlich bei einer knappen Niederlage der Sechzger, die zumindest vorerst das Ende eines starken Aufwärtstrends markieren könnte.

Für Bierofka und seine Mannschaft steht am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse das nächste schwere Duell auf dem Programm. Der SV Meppen gastiert im Grünwalder Stadion (14 Uhr). Es ist die Chance zur Wiedergutmachung.

Titelfoto: Imago (Bildmontage)

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