Wassergekühlt! Sachsens Superhirn steht jetzt in Dresden

Dresden - Er ist so schnell wie 10.000 Heimcomputer, kostet über 20 Millionen Euro und heißt CARA. Gemeint ist der neue Supercomputer des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Campus an der Nöthnitzer Straße in Dresden, der Mittwoch feierlich eingeweiht wurde.

Im neuen Supercomputer arbeiten fast 150 000 Rechnerkerne.
Im neuen Supercomputer arbeiten fast 150 000 Rechnerkerne.  © Holm Helis

Es ist einer der leistungsfähigsten Rechner, der fast ausschließlich für die Luft- und Raumfahrtforschung eingesetzt wird.

Der Name steht für "Computer for Advanced Research in Aerospace". Seine Aufgabe: Die virtuelle Entwicklung neuer Flugzeuge, die wirtschaftlicher, sicherer und vor allem umweltfreundlicher als die bisherigen sind.

Damit das funktioniert, braucht es neue Antriebskonzepte und Flugzeugtypen. Wie die sich später beim Fliegen verhalten werden, kann nun mit dem neuen Hochleistungsrechner genau simuliert werden.

"CARA stärkt den Wissenschaftsstandort Dresden und den Wirtschaftsstandort Sachsen und ganz Deutschland", sagte TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen (65).

Und dabei ist der Supercomputer noch umweltfreundlich. Die Abwärme der Wasserkühlung, die ein Überhitzen der fast 150.000 Rechnerkerne verhindert, wird zur Beheizung der umliegenden Gebäude genutzt.

Der Freistaat hat sich mit 8,6 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt. Den bereits geplanten Ausbau werde man mit weiteren 6,5 Millionen Euro fördern, kündigte Wirtschaftsminister Martin Dulig (45, SPD) an.

Damit der Rechner nicht überhitzt, wird er mit Wasser gekühlt.
Damit der Rechner nicht überhitzt, wird er mit Wasser gekühlt.  © Holm Helis

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