Alarmierend! Tuberkulose an sächsischer Oberschule ausgebrochen

Ein Arzt zeigt an einem Röntgenbild typische Tuberkulose-Erkrankungen an den Lungen. (Symbolbild)
Ein Arzt zeigt an einem Röntgenbild typische Tuberkulose-Erkrankungen an den Lungen. (Symbolbild)  © DPA

Freiberg - Schock für die Bergbau-Stadt: An der Clara-Zetkin-Oberschule gibt es einen Tuberkulose-Fall.

Das bestätige das Landratsamt Mittelsachsen der Freien Presse. Das Amt wurde bereits vor vier Wochen wegen der Erkrankung informiert. Weitere Angaben zur betroffenen Person machte die Einrichtung nicht.

Derzeit laufen noch Untersuchungen, ob die Tuberkulose-Erreger sich auch auf andere Schul-Angehörige übertragen haben.

"Bis jetzt wurden 57 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren und 24 Lehrer als Kontaktpersonen erfasst und untersucht", teilte eine Landratsamt-Sprecherin der "Freien Presse" mit. Auch die Stadtverwaltung Freiberg wurde informiert.

Im Landkreis Mittelsachsen gab es 2016 sieben Tuberkulose-Fälle (2015: 16). Vier Asylbewerber und drei Deutsche waren erkrankt, wie aus einer AfD-Anfrage hervorging. 2017 traten - einschließlich des Falles an der Clara-Zetkin-Schule - bislang drei Erkrankungen auf.

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, bei der verschiedene Bakterienstämme die Lunge befallen. Die Erkrankung kann tödlich enden.

Laut der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben 2015 1,8 Millionen Menschen an Tuberkulose. Die meisten Erkrankungen traten in Indien, Indonesien, China Nigeria, Pakistan und Südafrika auf. Vor allem mit HIV infizierte Menschen sind gefährdet.


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