"Erschießt Euch doch": Boris Palmer legt in Sachen aggressive Asylbewerber nach

Tübingen - Nur einen Tag nach seiner Kritik an aggressiven Migranten-Gruppen hat der deutschlandweit bekannte Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) nachgelegt.

Ist in ganz Deutschland als Kritiker der deutschen Asylpolitik bekannt: Boris Palmer.
Ist in ganz Deutschland als Kritiker der deutschen Asylpolitik bekannt: Boris Palmer.  © DPA

Auf Facebook meldete sich der 46-Jährige am Montag zu Wort, postete ein Bild von jungen mutmaßlichen Migranten. Offenbar am Bahnhof aufgenommen.

Eine Szene mit aggressiven Männern am Tübinger Bahnhof am Samstagabend war es, die ihn einen Tag zuvor umgetrieben hatte: "Meinen kleinen Sohn auf dem Arm musste ich mir erstmal einen Weg durch eine Gruppe junger Männer bahnen. Am Taxi angekommen ging es schon los mit körperlicher Gewalt und lautem Geschrei."

Palmer über die Gruppe: "Deutsch sprach niemand. Einschließlich der Männer in der Bahnhofshalle waren es 18 junge Männer, davon sechs Schwarzafrikaner und augenscheinlich alle Migranten."

Der Grünen-OB fragt nun in seinem Beitrag am Montag: "Was tut die Politik gegen diese Bilder? Drogenhandel im Stadtpark, Männergruppen am Bahnhof, Aggressive Inanspruchnahme des öffentlichen Raums, Dominanzverhalten und sexualisierte Angriffe auf Frauen."

Asylbewerber, die straffällig werden, will Palmer aus den Städten nehmen, in eigenen Einrichtungen unterbringen. (Symbolbild)
Asylbewerber, die straffällig werden, will Palmer aus den Städten nehmen, in eigenen Einrichtungen unterbringen. (Symbolbild)  © DPA

Und mit Blick auf seinen Beitrag vom Sonntag: "Unter den vielen tausend Kommentaren gestern waren einige von links, die mal wieder bestreiten, dass es das Problem gibt."

Dies könne man aber abhaken, die Tatsachen lägen laut Palmer offen zutage, und die große Mehrheit der Menschen sehe das auch so. Und weiter: "Von rechts wurde hundertfach behauptet, das sei alles von den Grünen so gewollt und Deutschland sei nicht mehr zu retten. Das ist genau so realitätsblind."

Palmer brachte abermals seinen Vorschlag eines sogenannten "doppelten Spurwechsels" ins Spiel: "Raus aus den Städten mit den Störenfrieden, rein in den Arbeitsmarkt mit den Fleißigen, und das heißt eben Bleiberecht."

Der Grünen-Politiker, der seit Langem als Kritiker der deutschen Asylpolitik bekannt ist, beklagte, wie mühsam es sei, mit Linken und Rechten über Lösungen zu sprechen, "weil die einen behaupten, es gäbe gar kein Problem und die anderen darauf bestehen, dass die Probleme unser Untergang sind."

Zum Schluss platzte Palmer frustriert der Kragen angesichts dessen, dass sowohl auf linker wie rechter Seite nicht auf Argumente eingegangen werde: "Erschießt Euch doch, wenn alles sowieso den Bach runter geht oder macht mal ein Praktikum bei der Bahn oder der Polizei, wenn Ihr das alles für eingebildete Probleme haltet. Menschenskinder!"

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