Aggressive Kommentare: Das ändert sich jetzt auf Palmers Facebook-Seite

Tübingen - Nachdem sich Grünen-Chef Robert Habeck nach einem selbstverschuldeten Shitstorm von Facebook und Twitter verabschiedet hat, kommt auch Boris Palmer ins Grübeln.

Ist nach Habecks Social-Media-Ausstieg nachdenklich geworden: Boris Palmer.
Ist nach Habecks Social-Media-Ausstieg nachdenklich geworden: Boris Palmer.  © DPA

Der bundesweit bekannte Oberbürgermeister von Tübingen schrieb in einem Facebook-Posting: "Habecks Ausstieg hat auch mich zum Nachdenken gebracht. Die ständige Aggressivität der Kommentare macht auch mich aggressiv." Palmer fragt seine Netzgemeinde: "Was tun?"

Die Antwort schiebt der Grünen-Politiker, der sich besonders zum Thema Asylpolitik immer wieder deutlich zu Wort meldet, gleich nach: Der Umgangston auf seiner Facebook-Seite wird sich ändern müssen. Unter seinen Beiträgen gehen sich Linke und Rechte in schöner Regelmäßigkeit verbal an den Hals. Damit soll nun Schluss sein.

"Inhaltlich bleibt alles erlaubt, ob rechts, ob links, ob intellektuell oder einfach. Keine Zensur!", schreibt Palmer. Wer sich aber daneben benimmt, der wird künftig zweimal an der Tastatur sitzen dürfen: "Denn ich werde jetzt sehr konsequent alles löschen, was die völlig normalen bürgerlichen Anstandsformen im Gespräch verletzt."

Palmer habe genug damit zu tun, inhaltlich auf die Beiträge der Kommentatoren einzugehen - da bleibe für Moderation und Ermahnungen keine Zeit. "Also, liebe Kommentatoren: Einfach vor dem Abschicken einmal kurz überlegen, ob sich dasselbe nicht auch anständig sagen lässt. Das spart die Arbeit, es zweimal zu schreiben. Einverstanden?"

Unter dem Beitrag zeigten sich die Kommentatoren in der Mehrzahl einverstanden mit der angekündigten Änderung. Ob es nun ruhiger in den Kommentarspalten von Palmers Facebook-Seite wird?

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