Darum sitzt in dieser Schule auch ein Hund im Klassenzimmer

Hündin Naya soll das Sozialverhalten der Kinder schulen.
Hündin Naya soll das Sozialverhalten der Kinder schulen.  © DPA

Tübingen - Eine Hündin soll in einer Schule in Tübingen für eine positive Atmophäre im Klassenzimmer sorgen.

Die zuständige Lehrerin und Besitzerin des Hundes, Bettina Rebstock, will mit dem Tier das Sozialverhalten der Kinder schulen - denn mit dem Hund im Klassenzimmer müssen Regeln eingehalten werden. Auch wenn ein Schüler besonders aufgeregt ist, kommt die Hündin zum Einsatz.

"Ich sage dem Schüler dann: Setz dich mal vor zu Naya, nimm dir eine Auszeit, streichel sie", erklärt Rebstock. Das beruhige. Die Schüler lernen auch Verantwortung: Zwei Kinder haben Hundedienst, wenn Naya zweimal pro Woche ihren Schultag hat. Sie bleiben in der Pause mit ihr im Klassenzimmer, geben ihr etwas zu trinken und spielen mit ihr.

Das Projekt läuft in der sechsten Klasse der Gemeinschaftsschule West. Schulhunde sitzen inzwischen aber in vielen Klassenzimmern und helfen Kindern beim Lernen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft Wissenschaft und Erziehung in Baden-Württemberg haben Schulhund-Projekte vor allem im Zuge der Inklusion an Bedeutung gewonnen. Mit speziell ausgebildeten Therapiehunden könne man Zugang zu Kindern mit Förderbedarf bekommen.

Die Schulhündin ist zweimal pro Woche im Klassenzimmer.
Die Schulhündin ist zweimal pro Woche im Klassenzimmer.  © DPA
Aufgeregte Schüler soll Naya beruhigen.
Aufgeregte Schüler soll Naya beruhigen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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