Wegen Terrorpropaganda: Hamburger Taxifahrer darf Türkei nicht mehr verlassen!

Istanbul/Hamburg - Der in Hamburg lebende deutsche Staatsbürger Ilhami A. ist in der türkischen Stadt Elazig wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten verurteilt worden.

Eine türkische und eine deutsche Fahne vor dem Kanzleramt.
Eine türkische und eine deutsche Fahne vor dem Kanzleramt.  © DPA

Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Gericht habe es als erwiesen angesehen, dass Ilhami A. über soziale Medien wie Facebook Propaganda für Terrororganisationen verbreitet habe.

Der 46-Jährige wurde vor einem Monat in der osttürkischen Provinz verhaftet. Dort besuchte er nach Angaben des Senders NDR seine kranke Mutter.

Yildirim legte Berufung ein. Sein Mandant müsse die Haftstrafe bis zu einer Entscheidung des Kassationsgerichtes zwar nicht antreten, dürfe aber die Türkei nun nicht mehr verlassen.

Seit 1992 lebt der selbstständige Taxifahrer in Hamburg. Nun sei ihm eine Ausreisesperre auferlegt worden.

Titelfoto: DPA


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