Türkei Krise: Buchen die Sachsen überhaupt noch?

Die Touris sind jetzt vorsichtig.
Die Touris sind jetzt vorsichtig.

Chemnitz - Der Tourismus in der Türkei steckt in die Krise. Wie blank die Nerven liegen, fragte MOPO24 bei Chemnitzer Reisebüros und deutschen Anbietern nach.

„Ich musste am Sonnabend eine Umbuchung vornehmen. Eine Familie mit zwei Kindern fliegt jetzt nach Griechenland“, so Peter Drahim (55) von L’Tur (Bahnhofstraße 52). Von Sonnabend bis Montag konnten L’Tur-Kunden kostenlos ihre Türkei-Flüge umbuchen.

„15 bis 20 Prozent der betroffenen 1000 Kunden haben bislang das Angebot genutzt. Beliebte Ausweichziele waren Griechenland, Dubai und Ägypten“, so L’Tur-Sprecher Thomas Plünnecke (37) am Nachmittag.

Auch über das Krisenwochenende hinaus gibt es Umbuchungen: „Ich hatte bereits eine Anfrage von einem Pärchen, das eigentlich im August in die Türkei fliegen wollte“, sagt Janete Bader (39) vom Reisebüro Bernsbachplatz (Reitbahnstraße 32).

Aufgrund von Anschlägen und Unruhen peilen weniger Touristen die Türkei an. „Wir verzeichnen hier ein zweistelliges Minus“, so eine Sprecherin des Frankfurter Reiseriesen DER, welcher im Neefepark eine Filiale hat.

Es gibt aber auch Unerschrockene: „Ich habe seit Samstag drei neue Reisen an die türkische Rivera verkauft“, sagt Cornelia Berger (60) vom Reisebüro Sonnenklar (Theaterstrasse 46).

Was wird mit dem Reiseland Türkei? Janete Bader (39) vom Reisebüro Bernsbachplatz musste bereits umbuchen.
Was wird mit dem Reiseland Türkei? Janete Bader (39) vom Reisebüro Bernsbachplatz musste bereits umbuchen.

Fotos: Petra Hornig


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