Massives Polizeiaufgebot nach blutigem Streit zwischen Großfamilien

Oerel/Bremervörde - Ein Streit zwischen zwei türkischstämmigen Großfamilien ist am Samstagabend in Oerel zwischen Bremerhaven und Hamburg eskaliert.

Die Polizei sicherte die Gegend um den Angriff ab. (Symbolbild)
Die Polizei sicherte die Gegend um den Angriff ab. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Dabei wurde ein 41-Jähriger verletzt, wie die Polizei mitteilt.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler sei er unter einem Vorwand zum Sportplatz in Oerel gelockt worden.

Dort warteten anscheinend mehrere Mitglieder der anderen Familie auf ihn. Wie viele es waren, ist unklar.

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Der 41-Jährige wurde von ihnen angegriffen, dabei kam auch ein Messer zum Einsatz.

Trotz Verletzungen am Kopf und einer Stichverletzung im Bein konnte der Angegriffene in sein Auto gelangen und flüchten. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Im weiteren Verlauf rief die Familie des 41-Jährigen etwa 40 Personen - zum Teil auch aus dem weiteren Umfeld - zusammen.

Um eine weitere Eskalation zu verhindern, sicherte ein Großaufgebot der Polizei neuralgische Punkte im Norden des Landkreises Rotenburg. Zusätzlich wurde ein Vermittler zwischen den beiden Familien eingesetzt.

Außerdem wurden zwei Männer vorläufig festgenommen. Mittlerweile soll sich die Situation wieder beruhigt haben.

Hintergrund ist laut Vermutungen der Polizei ein Familienstreit, der sich bereits Anfang des Monats in Bremervörde ereignet hat.

An neuralgischen Punkten positionierten sich Polizisten. (Symbolbild)
An neuralgischen Punkten positionierten sich Polizisten. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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