6000 Kilometer Umweg: TUIfly-Urlauber erleben Horror-Flug

München - Eigentlich wollten die TUI-Reisenden ein paar Tage in der Sonne von Madeira die Seele baumeln lassen. Anstatt der gebuchten Entspannung erlebten die Urlauber den blanken Horror.

Die Urlauber erlebten einen Horror-Flug. (Symbolbild)
Die Urlauber erlebten einen Horror-Flug. (Symbolbild)  © DPA

Am Dienstagnachmittag hob der TUI-Flieger am Flughafen München ab. Nach ein paar Stunden kreiste die Maschine bereits über der Urlaubsregion Madeira - alles schien nach Plan zu laufen.

Eine Durchsage aus dem Cockpit lässt den Urlaubstraum jedoch platzen: es sei zu windig. Der Flieger kehrte um und landete in Faro auf dem portugiesischen Festland.

Doch hier begann erst der Albtraum für die Reisenden. Die Crew teilte den Passagieren mit, dass man hier nur einen Tankstopp einlegen und danach weiter nach Köln fliegen werde.

"Es war der Horror", sagte ein 62-jähriger Reisender, der den Albtraum-Flug miterleben musste, gegenüber der tz am Mittwoch. Im Flieger hätten sich "ungute Szenen abgespielt". Die Türen blieben verschlossen.

Für die Portugal-Urlauber ging es weiter nach NRW.

In neun Stunden von München nach Köln

Mehrere Flieger konnten nicht auf Madeira landen. (Symbolbild)
Mehrere Flieger konnten nicht auf Madeira landen. (Symbolbild)  © DPA

Der 62-jährige Mann erzählte der Zeitung weiter, dass er und seine Frau schließlich um 4 Uhr morgens im Hotel in Königswinter ankamen.

Vertreter von TUIfly waren weit und breit nicht zu sehen. Ein Aushang im Hotel, der die Abfahrtszeiten der Busse zum Flughafen zeigt, sollte den gefrusteten Urlaubern wohl genügen.

Warum ließ man die Passagiere nicht in Faro aussteigen? Ein TUIfly-Sprecher erklärte, dass an diesem Tag insgesamt fünf Flieger der Airline nicht auf Madeira landen konnten. Zwei Maschinen waren deshalb bereits in Faro gelandet und alle Hotels vor Ort seien so ausgebucht gewesen.

Also flogen die Reisenden schließlich in neun Stunden von München nach Köln - Umweg von etwa 6000 Kilometern inklusive!

Titelfoto: DPA

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