So hilft der tunesische Keeper seinen Mitspielern im Ramadan

Braga (Portugal) - Bei Testspielen für die WM 2018 in Russland hat ein Akteur Tunesiens zuletzt für kuriose Szenen gesorgt, deren Hintergrund vielen auf den ersten Blick wohl nicht aufgefallen sein dürfte. Im Fokus: der Keeper.

Die Mitspieler von Mouez Hassen hatten in der Verletzungspause gute Laune.
Die Mitspieler von Mouez Hassen hatten in der Verletzungspause gute Laune.

Mouez Hassen faustet einen Ball aus dem Strafraum, sackt im Anschluss zu Boden und bleibt verletzt liegen.

Was in einem Fußballspiel durchaus vorkommen kann, hatte beim Test im Estádio Municipal de Braga zwischen Portugal und Tunesien (2:2) aber einen etwas anderen Hintergrund.

Denn der Schlussmann der Gäste zog sich die "Verletzung" direkt zu, nachdem die Sonne untergegangen war. Während Hassen behandelt wurde, konnten seine muslimischen Mitspieler die Zeit nutzen und eine Ess- sowie Trinkpause einlegen.

Die Betreuer versorgten die Profis, die aufgrund des Fastenmonats Ramadan bis zum Sonnenuntergang nichts essen oder trinken dürfen, an der Trainerbank und auf dem Feld mit Wasserflaschen sowie Datteln. Die Freude fiel entsprechend groß aus.

Ähnliche Szenen wird es bei der Weltmeisterschaft in Russland allerdings nicht geben. Der Fastenmonat endet am 14. Juni und damit am Tag des ersten Spiels zwischen Russland und Saudi-Arabien.

Den Trick hat der 23-Jährige übrigens auch im Duell mit der Türkei (2:2) angewandt. Am Samstag steht nun gegen Spanien der nächste Test auf dem Programm. Ob Hassen erneut kurz nach Sonnenuntergang zu Boden gehen wird?


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