Haftbefehl! Tunesier im Asylheim halbtot geprügelt

Zittau - Nach einem blutigen Angriff auf einen 31-jährigen Tunesier hat die Staatsanwaltschaft Görlitz einen Landsmann (21) des Opfers verhaftet.

Am 7. Mai waren die beiden Männer miteinander in Streit geraten. Sie schrien sich an und wurden handgreiflich.

Plötzlich rastete der 21-Jährige vollkommen aus. Er schlug und trat auf sein Opfer ein und stach mit einer abgebrochenen Wodkaflasche immer wieder zu.

Der Angegriffene brach mit lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen.

"Nur durch sofortige medizinische Hilfe konnte das Opfer, das zur Behandlung nach Dresden geflogen werden musste, seine schweren Schädelverletzungen überleben und ein Erstickungstod durch Einatmung von Blut verhindert werden", erklärte Staatsanwalt Till Neumann.

Der Angreifer wurde festgenommen, blieb aber extrem aggressiv. Er riss seine angelegten Verbände ab und fügte sich in seiner Zelle selber Verletzungen zu.

Schließlich mussten ihn die Polizisten zur Ruhigstellung fesseln.

"Der Nachweis der dem 21-Jährigen angelasteten Tat gestaltete sich unproblematisch, da das gesamte Handlungsgeschehen von den im Flur des Asylbewerberheimes installierten Videoanlagen aufgezeichnet wurde", so Neumann.

Das Amtsgericht Görlitz erließ gegen ihn wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletztung U-Haft.

Ihm drohen jetzt fünf bis 15 Jahre Gefängnis.

Foto: dpa


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