Verschüttung des Tunnels wäre „Vernichtung von Volksvermögen“

Christian Rietschel, Chef von „Haus & Grund“ Dresden, wettert gegen den Abriss des Tunnels.
Christian Rietschel, Chef von „Haus & Grund“ Dresden, wettert gegen den Abriss des Tunnels.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Der geplante Abriss des Fußgängertunnels am Neustädter Markt bleibt ein Politikum. Jetzt wehrt sich auch der Verband Haus [&] Grund gegen die Pläne.

Ab Juni soll der Tunnel abgerissen werden, der seit der Flut 2013 gesperrt ist. Bund und Freistaat stellen dafür 657.000 Euro zur Verfügung. Gegen den Abriss kämpft die Linke mit einer Petition (MOPO berichtete).

Donnerstag ist der Tunnel Thema im Stadtrat. Der Lobbyverein der Haus- und Grundstücksbesitzer, „Haus [&] Grund“ Dresden, unterstützt die Petition und appelliert nun an die Stadträte: „Was hier vorgesehen ist, ist die Vernichtung von Volksvermögen mit Steuergeld“, so Chef Christian Rietschel. Das Rathaus wolle wohl ein ungeliebtes Kind loswerden.

Kein Durchkommen: Seit der Flut 2013 ist der Fußgängertunnel am Neustädter Markt gesperrt.
Kein Durchkommen: Seit der Flut 2013 ist der Fußgängertunnel am Neustädter Markt gesperrt.

Erst mal solle geprüft werden, wie der Tunnel beim Hochwasser wirklich vollgelaufen sei. „Bei keinem Hochwasser lief der Tunnel von oben voll, sondern ausschließlich über die Kanalisation infolge Rückstau“, so Rietschel.

Die Dresdner sollten über den Tunnel entscheiden, fordert der Vereins-Chef.

Fotos: Ove Landgraf, Steffen Füssel, imago


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