Diese Dresdnerin schreibt Geschichte, weil...

Glücklich und zufrieden mit der Goldmedaille um den Hals: Marlene Bindig (18) vom Dresdner SC.
Glücklich und zufrieden mit der Goldmedaille um den Hals: Marlene Bindig (18) vom Dresdner SC.

Gießen/dresden - So etwas gibt es nur im Sport: Enttäuscht und traurig war Marlene Bindig am Sonnabend, als die Turnerin bei den Deutschen Meisterschaften das Finale in ihrer Paradedisziplin Boden verpasste.

Einen Tag später strahlte sie auf dem obersten Podest mit der Goldmedaille um den Hals. Und diese ist sensationell, denn die 18-Jährige schrieb mit dem ersten Deutschen Meistertitel im Turnen für den Dresdner SC Geschichte.

"Ich bin heute mit einer anderen Einstellung ran gegangen als gestern. Ich war im Kopf lockerer und konnte einfach zeigen, was ich kann", sagte die Siegerin nach dem Wettkampf.

Dabei war sie am Sonnabend den Tränen nahe, denn ausgerechnet am Boden verpasste sie in ihrer Paradedisziplin nach einem Sturz im Mehrkampf das Gerätefinale am Sonntag.

Durch den Startverzicht der Chemnitzerin Sophie Scheder und der Stuttgarterin Katharina Hill rückte Bindig am Sonntag dann überraschend nach und begeisterte mit ihrer besonderen Choreografie die Jury.

„Das ist eine riesengroße Sache. Wir als DSC haben damit auch ein Stück Geschichte geschrieben und gezeigt, dass man solche Leistungen schaffen kann, auch wenn man kein Bundesstützpunkt ist“, sagte Marlenes Trainer Olaf Große.

Möglicherweise hat sie mit dem Titel nun sogar das Tor zur Nationalmannschaft ganz weit aufgestoßen. „Die Bundestrainerin hat ihre Bodenübung als die derzeit Beste eingeschätzt und sie zum WM-Qualifikationswettkampf in zwei Wochen nach Stuttgart eingeladen“, so Olaf Große.

Vergangenes Jahr hatte sein Schützling Bronze am Boden gewonnen.

Bindig bei ihrer Übung am Balken.
Bindig bei ihrer Übung am Balken.

Fotos: Privat


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