Polizistin wird aus dem Dienst gemobbt: Das lässt sie sich nicht bieten

Stephanie Hicks (38) kündigte ihren Job als Polizeibeamtin.
Stephanie Hicks (38) kündigte ihren Job als Polizeibeamtin.

Tuscaloosa - Stephanie Hicks (38) begann 2008 mit der Arbeit für die Polizeibehörde im US-Bundesstaat Alabama. Jahrelang erfüllte sie ihren Job zur vollen Zufriedenheit, übertraf mehrfach die Erwartungen, hatte jedoch 2013 die Kündigung eingereicht.

Das Leben der Polizeibeamtin änderte sich, als ihre Tochter zur Welt kam. Nach der erfolgreichen Geburt, hielt es die US-Amerikanerin nicht lange daheim. Schon zwölf Wochen nach Ende des Mutterschutzes kehrte die Polizistin in den Dienst zurück.

Weil sie nicht mehr den ganzen Tag bei ihrem Säugling sein konnte, diesen aber immer noch mit Muttermilch versorgen musste, wollte sie in den Pausen Muttermilch abpumpen, sah sich dabei aber mit einem Problem konfrontiert. Wie Huffington Post schreibt, gab es nur einen Pausenraum für alle Kollegen. Ihr Wunsch nach Diskretion wurde der Polizeibeamtin nicht gewährt.

Doch damit nicht genug: Sie wurde wenig später in die Streifenwache versetzt, ihr wurde das Gehalt gekürzt, auch am Wochenende musste sie oft auf Arbeit erscheinen. Dann teilte ihr ein Arzt mit, dass es während der Stillzeit für ihre Gesundheit wenig zuträglich wäre, wenn sie eine enge kugelsichere Weste anhätte.

Ihr Vorgesetzter zeigte sich auch bei diesem Problem hier wenig einsichtig. Sie müssen einfach eine größere Weste oder gar keine anziehen, wurde ihr entgegnet.

Aufgrund vieler kleiner Gemeinheiten gegen sie entschied sich die Polizistin, zu kündigen. Zuvor hatte sie auf Arbeit diverse unschöne Bemerkungen über sich aufgeschnappt, schließlich noch heimlich ein Tonband einstecken gehabt, um Worte ihres Chefs digital festzuhalten: "Pack dein Zeug und verschwinde. Ich möchte, dass du aus dem Büro abhaust", soll ihr der Abgeordnete nach einem Gespräch erwidert haben.

Nachdem sie selbst kündigte, entschied sie sich, wegen ihrer Geschichte vor Gericht zu klagen. Fünf Jahre lang hat der Prozess gedauert, den die Beamtin mit Erfolg für sich entschied. Doch noch wichtiger als die gut 160.000 Dollar ist der 38-Jährigen, dass sie in Würde aus der Geschichte geht.

"Schon einige Frauen mussten sich zwischen Kind und Karriere entscheiden. So viele Mütter waren in der Situation wie ich und mussten ihren Job aufgeben. Irgendjemand musste deshalb den ersten Schritt machen und ich bin froh, dass ich das getan habe", fasst Hicks ihre Emotionen zusammen.


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