TV-Star Steimle provoziert mit Halbmond-Kunst





Mit Augenzwinkern, Humor und der temporären Fernsehturm-Installation will Uwe 
Steimle (54) dem fremdenfeindlichen 
Ruf Dresdens entgegentreten.
Mit Augenzwinkern, Humor und der temporären Fernsehturm-Installation will Uwe Steimle (54) dem fremdenfeindlichen Ruf Dresdens entgegentreten.

Dresden - Erst die Aleppo-Busse, dann das „Denkmal für Neuanfang“. Nun setzt Schauspieler Uwe Steimle (53) die viel diskutierte Kunstserie auf dem Neumarkt fort - und dem Fernsehturm einen Halbmond auf!

Am 8. Mai ist Steimle mit seinem provokanten Kunstwerk „Rischdsche Gunsd“ auf dem Neumarkt - von 11 bis 13 Uhr.

„Länger brauchen die Dresdner nicht, um das Anliegen zu verstehen“, so der Kabarettist. Es ist sein humorvolles Statement gegen den fremdenfeindlichen Ruf Dresdens. „Der Fernsehturm als höchstes Minarett. Ich will zeigen: So groß ist Dresden“, erklärt Steimle.

Ein befreundeter Tischler hat ihm nach eigenen Entwürfen den mannshohen TV-Spargel aus Sperrholz gebaut. „Der Fernsehturm wird auf einer Scherenhebebühne oder einer rosa Hitsche stehen - mehr gibt mein Etat nicht her.“ Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern spielt Steimle an: „Meine Installation kostet die Stadt nichts.“

Neben dem Fernsehturm, für dessen Wiedereröffnung Steimle seit Jahren streitet, bringt er zudem eine Kunstpostkarte heraus. „Eine Wackelpostkarte, die je nach Perspektive mal das Kreuz und mal die Mondsichel auf der Frauenkirche zeigt.“ Die Karte wird vier Euro kosten. „Ich hoffe, sie ist bis zum 8. Mai fertig“, so Steimle.

Das Datum der Kunstpräsentation kommt nicht von ungefähr - er wird in vielen europäischen Ländern als „Tag der Befreiung“ gefeiert. Uwe Steimle wird an diesem 8. Mai allerdings nicht alleine auf dem Neumarkt sein: Auch AfD und PEGIDA haben dort an diesem Tag Kundgebungen angemeldet - allerdings später.


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