Trauer um Lukas hält Helfer nicht ab

Clown Fridolin, bekanntester Kinderclown von Chemnitz, hat sich via Facebook bereit erklärt, bei der Typisierung zu helfen.
Clown Fridolin, bekanntester Kinderclown von Chemnitz, hat sich via Facebook bereit erklärt, bei der Typisierung zu helfen.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Im Erzgebirge wird weiter gegen den Blutkrebs gekämpft. Am Samstag zog es wieder mehr als 100 Menschen ins Gerätehaus der Feuerwehr im Chemnitzer Stadtteil Einsiedel, um sich typisieren zu lassen. Eine einfache Speichelprobe reichte für die Registrierung.

Die Stimmung war gedrückt. Vor genau einem Monat wurde hier noch dem kleinen Lukas der größte Wunsch erfüllt - er wollte einmal Feuerwehrmann sein.

Lukas litt an Blutkrebs. Strahlend fuhr der kleine Mann am 16. Dezember 2015 mit einem Feuerwehrauto durch den Ort, hatte einen Helm auf, durfte die Sirene anmachen.

Der kleine Lukas (3) verstarb an der Krebserkrankung Leukämie.
Der kleine Lukas (3) verstarb an der Krebserkrankung Leukämie.

Doch den Kampf gegen den Blutkrebs hat er verloren - der Junge starb vor wenigen Tagen im Alter von drei Jahren (MOPO24 berichtete).

„Wir kämpfen weiter gegen den Blutkrebs, lassen uns den Mut nicht nehmen“, powert Daniela Lieberwirth (40). Die Ehrenamtliche ist eine von vielen Helfern.

Sie hat den Spendentag mit dem VKS Sachsen“ und der Aktion „Erzgebirge gegen Blutkrebs“ noch vor Lukas’ Tod organisiert.

Auch die Eltern des verstorbenen Lukas schauten gestern vorbei, machten den engagierten Helfern Mut. Wer von zuhause aus helfen will - Test-Sets kann man kostenlos unter www.vks-sachsen.de bestellen.

Die freiwilligen Helfer führten am Samstag bei über 100 Menschen eine Typisierung durch.
Die freiwilligen Helfer führten am Samstag bei über 100 Menschen eine Typisierung durch.

Fotos: Klaus Jedlicka (4), privat


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