Hunderte sexuelle Übergriffe erschüttern 2000-Einwohner-Dorf

Sexuelle Belästigung scheint in der norwegischen Gemeinde Tysfjord an der Tagesordnung gewesen zu sein.
Sexuelle Belästigung scheint in der norwegischen Gemeinde Tysfjord an der Tagesordnung gewesen zu sein.

Tysfjord - Jede Menge Wasser, eine malerische Fjord-Landschaft und nur 2000 Einwohner. Begibt man sich in die norwegische Gemeinde Tysfjord kann man sich kaum vorstellen, dass dort in den vergangenen Jahrzehnten schreckliche Verbrechen geschehen sein sollen.

Insgesamt soll es in den letzten 60 Jahren bis zu 151 verschiedene Vorfälle von sexuellem Missbrauch gekommen sein. Gut 43 Vergewaltigungen sind der örtlichen Polizei bekannt, die diese Zahlen am Dienstag bekanntgab.

Das erschreckende an den Missbrauchsfällen. Auch minderjährige Kinder fallen unter die Statistik des Grauens, darunter sogar ein erst 4 Jahre altes Mädchen.

Kaum vorstellbar, dass, wenn in einem so kleinen Dorf so viele Personen Opfer von Verbrechen werden, niemand von den Vorfällen wusste.

Laut Süddeutscher Zeitung glaubt ein Bewohner des Ortes, dass viele der konservativen Laestadianer, der Einwohner des norwegischen Ortes, das dunkle Geheimnis lieber der Beichte als der Polizei anvertraut hätten.

Es hätte eine Kultur des Schweigens in ganz Tysfjord geherrscht. Nach der langen Zeit gibt es nun ein weiteres Problem bei der Bekämpfung und Aufarbeitung der sexuellen Übergriffe. Viele der Sexual-Delikte sind mittlerweile verjährt.


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