Nahverkehr in Hamburg: U4 soll über die Elbe "springen"

Hamburg - Die U-Bahn-Linie 4 soll in Richtung Hamburg-Harburg verlängert werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen gestellt.

Ein Zug der Linie U4 fährt zur Haltestelle Hafencity Universität. Bald könnte es bis zum Kleinen Grasbrook gehen.
Ein Zug der Linie U4 fährt zur Haltestelle Hafencity Universität. Bald könnte es bis zum Kleinen Grasbrook gehen.  © dpa/Daniel Reinhardt

Darin fordern sie den Senat auf, mögliche Trassenverläufe zum Kleinen Grasbrook zu prüfen und die dafür notwendigen Flächen frei zu halten.

Bislang führt die U4 von Billstedt bis in die Hafencity.

Erst im Dezember ist die Linie um 1,3 Kilometer bis zur neuen Station Elbbrücken erweitert worden (TAG24 berichtete).

"Mit der Entwicklung des Kleinen Grasbrooks geht Hamburg ein bedeutendes Projekt in herausragender Lage im Herzen der Stadt an", sagte dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, laut Mitteilung vom Freitag.

In dem Zusammenhang sei es eine wichtige Aufgabe, auch die Infrastruktur aufzubauen.

"Deshalb müssen wir schon jetzt die Grundlagen schaffen, damit der Sprung über die Elbe und eine Anbindung an das Hamburger Schnellbahnnetz gelingt."

Die Station Elbbrücken markiert derzeit das südliche Ende der Linie U4 in Hamburg.
Die Station Elbbrücken markiert derzeit das südliche Ende der Linie U4 in Hamburg.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Zudem sollte gleichzeitig eine "bestmögliche Radverkehrsinfrastruktur" mitgeplant werden, ergänzte Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen in der Bürgerschaftsfraktion.

"Wir schaffen damit die Grundlage, diesen Stadtteil auch verkehrlich (...) möglichst autoarm zu gestalten."

Die Fraktionen wollen zudem darauf achten, dass langfristig die Option einer weiteren Verlängerung der U-Bahn-Linie in den Süden erhalten bleibt.

SPD und Grüne wollen die finanziellen Mittel für die ersten Planungen zum Ausbau der Linie 4 bei der Bürgerschaftssitzung am 13. Februar auf den Weg bringen.

Bisher ist unklar, wie viel Geld die Verlängerung kosten und wann gebaut werden könnte.

Bis Jahresende soll die Bürgerschaft über die Prüfungsergebnisse des möglichen Ausbaus informiert werden.

Titelfoto: dpa/Daniel Reinhardt

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