Vor der Tat onanierte U-Bahn-Treter öffentlich vor Frauen

Mit einem Tritt in den Rücken wurde eine junge Frau am U-Bahnhof Hermannstraße die Treppe heruntergestoßen.
Mit einem Tritt in den Rücken wurde eine junge Frau am U-Bahnhof Hermannstraße die Treppe heruntergestoßen.  © Polizei Berlin

Berlin – Nach der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen U-Bahn-Treter U-Bahnhof vom Hermannstraße (TAG24 berichtete) kommt ein weiteres Detail aus der kriminellen Vorgeschichte des Tatverdächtigen ans Licht.

Swetoslaw S. (26) wird wegen des Tritts gegen eine Frau gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Außerdem sind in der Anklageschrift auch zwei exhibitionistische Handlungen enthalten, erklärte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber der Berliner Morgenpost.

Demnach soll er sich im Oktober 2016, nur wenige Tage vor dem Angriff im U-Bahnhof, zweimal vor Frauen entblößt und selbst befriedigt haben. Ein Fall ereignete sich in einem Park im Märkischen Viertel, der zweite auf einem Parkplatz in Hermsdorf.

Swetoslaw S. soll in einer Nacht Ende Oktober 2016 unvermittelt eine ahnungslose Passantin mit einem Fußtritt in den Rücken so attackiert haben, sodass sie eine Treppe im U-Bahnhof Hermannstraße hinunter stürzte. Die 26-Jährige erlitt einen Armbruch und eine Platzwunde am Kopf.

Nachdem ein Video aus der Überwachungskamera von der Polizei veröffentlicht wurde, hatte sich der Gesuchte nach Frankreich abgesetzt. Weihnachten kehrte er mit einem Fernbus nach Berlin zurück und wurde am ZOB in Charlottenburg verhaftet.

Bei der Festnahme war den Ermittlern der Zufall zu Hilfe gekommen. Wegen einer großen Präventionskampagne gegen Taschendiebe waren viele Polizisten zufällig in der Nähe des Busbahnhofs.

Zivile Fahnder baten um Unterstützung, einige uniformierte Kollegen verstärkten dann schnell die Einsatztruppe am Busbahnhof.

Titelfoto: Polizei Berlin


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