Doppelüberfall! Opfer schlägt Räuber in die Flucht und bricht zusammen

Die Täter flüchteten in den Stadtpark, das 28-jährige Opfer brach während der Polizeibefragung zusammen.
Die Täter flüchteten in den Stadtpark, das 28-jährige Opfer brach während der Polizeibefragung zusammen.

Von Bernd Rippert

Chemnitz/Zschopau – Zwei gewalttätige Überfälle an einem Abend! Die Polizei vermutet in beiden Fällen ausländische Täter und ermittelt mit Hochdruck.

Fall 1 in Chemnitz: Am späten Mittwochabend rissen zwei Ganoven einen 28 Jahre alten Mann von hinten um. Tatort war die Kreuzung Becker- und Treffurthstraße. Die Täter wollten ihrem Opfer die Geldbörse aus der Jackentasche klauen.

Doch das Opfer war stärker als die Räuber und schlug sie in die Flucht. Die Täter flüchteten in den Stadtpark. Es soll sich laut Opfer um zwei Südländer mit dunkler Kleidung handeln. Mehr bekam er nicht mit. Eine sofortige Polizeifahndung brachte keinen Erfolg.

Der Überfallene blieb äußerlich zwar unverletzt. Bei der Befragung durch die Polizei brach er aber plötzlich zusammen. Vermutlich Kreislaufkollaps. Ein Krankenwagen brachte den Mann ins Klinikum.

Die Polizei sucht Zeugen zu dem Vorfall unter Telefon 0371/5263-0. Die Ermittlungen gehen auch in Richtung der beiden Asylbewerberheime in der Nähe, in der Annaberger- und Straßburger Straße.

Gerade hatte er Geld abgehoben, dann schlugen die Täter in der Mauergasse zu.  Frank Tögel (56) wurde die Geldbörse gestohlen.
Gerade hatte er Geld abgehoben, dann schlugen die Täter in der Mauergasse zu. Frank Tögel (56) wurde die Geldbörse gestohlen.

Fall 2 in Zschopau: Er wollte nur Geld holen - da kamen vier Ganoven und raubten ihn aus: Frank Tögel (56) erlebte einen Horrorabend. „800 Euro weg, ich zitterte am ganzen Leib, das hat mich sehr mitgenommen.“ Die Täter waren vermutlich Ausländer.

Der Vermessungstechniker aus Gornau zog am Abend 800 Euro am Volksbank-Automaten in Zschopau, ging durch die Mauergasse zurück zum Auto. „Da liefen vier Männer in der Gartenstraße. Als sie mich sahen, schwenkten sie auf mich zu.“

Frank Tögel schwante Böses. Er drehte sich um, wollte zurück. Doch die Räuber waren schneller. „Jemand schubste mich zu Boden. Ich fiel auf die Knie. Ein Täter drückte mich auf den Bauch, ein zweiter hielt die Beine fest. Dann liefen sie in die Gartenstraße.“

Starr vor Schreck tastete der 56-Jährige nach seinem Portmonnee. Weg, samt 800 Euro, Karten und Papieren. Das Opfer rief von einer Telefonzelle aus die Polizei. „Die war auch schnell da und kümmerte sich sehr um mich“, freute sich Frank Tögel.

Er vermutet, dass die Täter Araber waren, höchsten 30 Jahre alt. „Drei trugen dunkle Jacken, einer eine helle. Außerdem hatten alle dunkle Hosen an.“

Polizeisprecher Steffen Wolf (36) hofft auf Zeugen, die die Tat gesehen haben. „Vielleicht kann jemand Hinweise auf die Täter geben“ - Telefon 03735/6060.

Fotos: dpa, Harry Härtel/haertelpress, Bernd Rippert


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