Überfall auf Döner-Laden. Polizei jagt Macheten-Räuber

Die Polizei bei Ermittlungen in dem überfallenen Döner-Imbiss.
Die Polizei bei Ermittlungen in dem überfallenen Döner-Imbiss.

Freiberg - Dramatische Wendung nach dem Überfall auf den Imbiss „Tasty Döner“. Die Polizei jagt einen algerischen Asylbewerber (23) als mutmaßlichen Täter.

Und: Es soll sich um den gleichen Täter handeln, der im September mit einem Komplizen (27) den Netto-Markt in der Chemnitzer Straße überfallen, die Mitarbeiter mit Machete und Pfefferspray bedroht hatte.

Am Abend war der Algerier in den Döner-Imbiss in der Erbischen Straße gestürmt. Er hielt dem Inhaber (27, aus Libyen) eine Pistole an den Kopf und forderte ihn auf, das Geschäft innerhalb von zwei Tagen zu schließen.

Die Polizei vermutet, dass es bei dem Streit um eine Frau ging.

Danach flüchtete der Täter zu Fuß. Die vom Opfer alarmierte Polizei entdeckte den Täter in der Freiberger Innenstadt.

Der Algerier rannte weg, die Polizei hinterher. An der Kreuzung Eherne Schlange/B 173 verlor der Ganove die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schreckschusspistole.

Der Täter knallte mit dem Auto gegen die Säule.
Der Täter knallte mit dem Auto gegen die Säule.

Kurz darauf sah die Polizei den Flüchtigen wieder. Er raste in einem roten Peugeot mit gestohlenen Kennzeichen halsbrecherisch durch die Innenstadt.

Der Wagen sauste in der falschen Richtung durch Einbahnstraßen, Fußgänger mussten mehrfach zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden.

In der Meißner Gasse durchbrach der Peugeot eine Absperrung und prallte gegen eine alte Postsäule. Der Fahrer sprang aus dem Wrack und flüchtete zu Fuß weiter zum Münzbachtal.

Polizeisprecherin Heidi Hennig (60): „Hier konnte der Täter unseren Beamten entkommen.“ Auch ein Fährtenhund der Polizei kam dem Mann nicht mehr auf die Spur.

Immerhin: Bei der Verfolgungsjagd erkannten die Polizisten den Algerier wieder. Er war im September im Netto-Markt dabei, als zwei Asylbewerber die Mitarbeiter nach einem Ladendiebstahl erst angegriffen und später mit Machete sowie Pfefferspray bedroht hatten.

Der zweite Mann, ein Libyer (27), war nach seiner Festnahme und Freilassung bei der Polizei sogar ein drittes Mal zum Netto-Markt gelaufen, hatte den Mitarbeitern erneut mit einer Geste des Kopfabschneidens gedroht. Danach wurden beide Asylbewerber in ein anderes Flüchtlingsheim verlegt.

Der Algerier ist nach dem Überfall auf den Döner-Imbiss weiterhin auf der Flucht.

Fotos: Tom Wunderlich, imago


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