Übersetzungs-Panne: Facebook nennt Chinas Staatschef "Herr Drecksloch"

Myanmar - Der chinesische Machthaber Xi Jinping muss sich in seiner Funktion viel sagen lassen. Aber diese Übersetzung ging definitiv zu weit...

Xi Jingping, Präsident von China, bei einer Videokonferenz im Dezember 2019 (Archivbild).
Xi Jingping, Präsident von China, bei einer Videokonferenz im Dezember 2019 (Archivbild).  © dpa/Noel Celis/Pool AFP/AP

Bei dem Besuch von Chinas Präsident in Myanmar an diesem Wochenende ging es vor allem darum, mehr mit dem Land zusammenzuarbeiten.

Sogar das 70. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern wurde am Freitag und Samstag gefeiert.

Doch Facebook erlaubte sich einen groben Patzer. Die Übersetzungen zu den Feierlichkeiten waren quasi ein Griff ins Klo, wenn man so will.

Denn Facebook übersetzte in jedem einzelnen Posting, das auf birmanisch verfasst wurde, den Namen des chinesischen Präsidenten im Englischen zu "Mr. Shithole" (deutsch: Herr Drecksloch), wie die britische Medium The Guardian berichtete.

Facebook erklärte asiatischen Medien gegenüber, dass der Name Xi Jinping nicht in der Übersetzungs-Datenbank eingespeichert sei.

Das System ersetze in solchen Fällen manche Silben eines Wortes durch ähnlich klingende und übersetzt dann die Wortneuschöpfungen.

Doch in diesem Fall konkret liege ein größeres Problem vor. So übersetzt das soziale Netzwerk birmanische Worte, die mit Xi oder Shi beginnen, generell zu "Drecksloch".

In China, wo Facebook gesperrt ist, kam das gar nicht gut an. Xi Jinping, der ohnehin nicht gut auf Internet-Unternehmen zu sprechen ist, könnte nun in dem Punkt Internet-Politik einlenken und den Bürgern seines Landes Zugriff auf solche Netzwerke gestatten.

Soziale Netzwerke, wie etwa Facebook und Instagram, sind in China nicht aufrufbar (Symbolbild).
Soziale Netzwerke, wie etwa Facebook und Instagram, sind in China nicht aufrufbar (Symbolbild).  © dpa-tmn/Robert Günther

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