UFC-Kämpfe bald ohne "Octagon Girls"? "Sexistisch und veraltet!"

Melbourne (Australien) - Ähnlich wie früher noch bei der Formel 1 gibt es beim UFC sogenannte "Octagon Girls". Sie zeigen zwischen den Kampfrunden Schilder, meist leicht bekleidet. Damit soll nun Schluss sein.

Octagon Girl Kang Ye-Bin zeigt die zweite Runde bei einem Fight an.
Octagon Girl Kang Ye-Bin zeigt die zweite Runde bei einem Fight an.  © DPA/Diego Azubel/EPA

Wunderschöne Frauen wie Chrissy Blair, Brittney Palmer und Arianny Celeste sind als Octagon Girls weltweit berühmt geworden. Allesamt mit weit mehr als einer Millionen Follower auf Instagram.

Am 6. Oktober soll ein von Dana White organisiertes Event im Marvel Stadium in Melbourne stattfinden - ohne Octagon Girls. Diese seien "sexistisch und veraltet".

Im Vordergrund dieser Debatte steht ausgerechnet Melbournes Oberbürgermeisterin Sally Capp. Sie sagte der Herald Sun: "Es ist 2019. Brauchen wir wirklich noch knapp bekleidete Frauen, die zwischen den Runden rumlaufen?"

Es gäbe ja auch bei der Formel 1 keine halbnackten Frauen mehr in solchen Positionen. Grid girls gibt es seit dem letzten Jahr beim F1 Grand Prix in Melbourne nicht mehr. Auch sogenannte "walk-on girls" finden bei der Darts-WM keine Beschäftigung mehr.

Capp findet Anklang. Der Pressesprecher für den Premier des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, meint, "es war das Richtige die Grid Girls abzuschaffen und wir ermutigen andere Events zu ähnlichen Maßnamen."

Erst vergangenes Wochenende wurden die Ring Girls bei einem Boxkampf durch einen adrett gekleideten Herren ausgetauscht - dem "Fight Progress Manager". Vor dem Event kam das Management in die Bredouille, da unter anderem Frauenrechtlerinnen einen regelrechten Aufstand gemacht hatten, berichte die Sun.

Stadtrat Yvonne Wrigglesworth argumentierte, dass "Stereotypen dieser Art Frauen gegenüber nicht respektvoll" seien. Politikerin Jennifer Alden legte noch eins obendrauf: "Ein respektvoller Umgang mit Frauen ist der Schlüssel dazu andere Formen von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern zu eliminieren."

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