Frau kehrt mit Beule auf der Stirn aus Urlaub zurück: Was Ärzte finden, ist richtig eklig

Uganda/England - Eine 55-jährige Britin machte eine Dschungeltour in Uganda mit. Nach ihrem Urlaub kehrte sie nach England zurück.

Die Mediziner untersuchten die Stirn der Frau schließlich genauer. (Symbolbild)
Die Mediziner untersuchten die Stirn der Frau schließlich genauer. (Symbolbild)  © 123RF

Dort bemerkte sie, dass sie eine ungewöhnliche Schwellung auf der Stirn hatte. Zunächst beachtete sie sie nicht weiter, als die Wölbung aber größer wurde, begab sie sich schließlich in die Notaufnahme.

Wie das Fachmagazin "BMJ Case Reports" berichtet, gingen die Ärzte zunächst von einem Stich eines tropischen Insekts aus. Der Frau wurden Antibiotika verschrieben, sie ging im Anschluss wieder nach Hause.

Doch die Schwellung wurde größer, die Medikamente sprangen nicht an. Drei Tage später ging sie ins Krankenhaus zurück, weil sie inzwischen sogar extreme Kopfschmerzen bekam.

Die Ärzte untersuchten die Stirn der Frau dieses Mal genauer. Sie entdeckten ein kleines Loch in der Wölbung, aus der Flüssigkeit austrat.

Das machte die Mediziner nur noch stutziger. Als sie die Frau schließlich unters Messer legten, wurde schnell klar, woher die ungewöhnliche Beule kam. Die Britin hatte einen ungebetenen Gast aus dem Urlaub mitgebracht.

55-Jährige hatte Madenlarve in der Stirn

Im Kopf der 55-Jährigen hatte sich eine sogenannte Cordylobia rodhaini, eine tropische Fliegenart, eingenistet. Die Larve nistet sich normalerweise nicht in Menschen ein - nur 14 Fälle dieser Art sind seit 1970 bekannt geworden.

Die Mediziner schlussfolgerten schließlich: Da das Insekt auch gern einmal in Kleidungsstücken wie Jacken oder Hosen ihre Eier ablegt, könnte es auf diese Weise in die Stirn gelangt sein. Die Britin trug nämlich ein Kopftuch, das sie vor dem Tragen draußen zum Trocknen aufgehängt hatte. Es kann also sein, dass sich die Larve zuerst auf dem Utensil und dann in der Stirn breit machte.

Glücklicherweise richtet der ungebetene Gast in der Regel aber keinen Schaden an. Nach einer Woche wäre die Made zur Fliege geworden und hätte ihren Wirt von allein verlassen. Bis auf ein paar Kopfschmerzen wäre nichts mehr von ihr übrig gewesen.

So konnten die Mediziner die Britin aber letztendlich von dem Tier befreien. Mit einem gezielten Schnitt und dem Einsatz von Petroleumgel wurde die Larve entfernt. Nach vier weiteren Tagen im Krankenhaus konnte die Frau ohne Langzeitfolgen nach Hause gehen.

Die Ärzte konnten die Madenlarve schließlich befreien. (Symbolbild)
Die Ärzte konnten die Madenlarve schließlich befreien. (Symbolbild)  © 123RF