Sicherheitssystem versagt? Einbruch in Glashütter Uhrenmuseum gibt Rätsel auf

Glashütte - Drei teure Uhren wurden während der Öffnungszeit aus dem Glashütter Uhrenmuseum geraubt - obwohl die Alarmanlage scharf war. Die Beklauten geben sich zurückhaltend.

So könnten die geklauten Uhren ausgesehen haben. Ein Bild der gestohlenen Zeitmesser soll nicht veröffentlicht werden.
So könnten die geklauten Uhren ausgesehen haben. Ein Bild der gestohlenen Zeitmesser soll nicht veröffentlicht werden.  © Holm Helis

Vorletzten Montag schlugen die Diebe im Deutschen Uhrenmuseum in Glashütte (jährlich 35.000 Besucher) zu. Ausgerechnet zur gut besuchten Zeit während der Schulferien.

Sie erbeuteten drei wertvolle Uhren, die in Vitrinen ausgestellt waren. Erst nach Museumsschließung um 17.15 Uhr wurde der Verlust bemerkt und die Polizei alarmiert.

"Die Sicherheitsmaßnahmen wurden sofort verstärkt", erklärt Museumsleiter Reinhard Reichel. Doch er verrät nicht, welchen Wert das Diebesgut hatte. Auch Fotos der vermissten Uhren sollen nicht veröffentlicht werden. "Das ist eine Festlegung des Stiftungsvorstandes", begründet Reichel.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Glashütte wertvolle Uhren gestohlen wurden. Schon im Oktober 1990 wurden 13 Sammlerstücke wie Marine-Chronometer und silberne Taschenuhren aus dem Traditionskabinett der Glashütter Uhrenbetriebe im Kulturhaus geraubt - Vorgänger des heutigen Uhrenmuseums. Der Fall ist bis heute ungeklärt.

Seitdem wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Um die Uhrenschmiede Lange Uhren GmbH wurde ein übermannshoher Metallzaun gebaut. Wachschutz patrouilliert.

Im Uhrenmuseum wurden 2008 Vitrinen, Fenster, und Türen mit Meldern ausgestattet. Sie alle versagten jetzt? Rätselhaft...

Titelfoto: Holm Helis

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