Ulbig exklusiv: Was Grenzschließung für Sachsen bedeutet

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (51, CDU)
Sachsens Innenminister Markus Ulbig (51, CDU)

Dresden/Berlin- Nach der Ankündigung, die deutsch-österreichische Grenze zu schließen, sagt nun Sachsens Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) exklusiv im Gespräch mit MOPO24, was das für den Freistaat bedeutet.

MOPO24: Herr Minister, was sagen Sie zur Ankündigung von Thomas de Maizière?

Ulbig: Vor dem Hintergrund, was sich da gerade in Bayern abspielt, können wir das nur begrüßen.

MOPO24: Was bedeutet das für Sachsen? Werden unsere Grenzen in Richtung Tschechien auch geschlossen?

Ulbig: Im Moment haben wir den Korridor Slowakei-Tschechien-Sachsen genau im Blick. Zwischen Bundespolizei und tschechischen Behörden wurden Hotlines geschaltet, mit dem Ziel auf aktuelle Entwicklungen schnell zu reagieren. Auch zum tschechischen Innenminister gibt es eine Hotline.

MOPO24: Also noch keine akuten Grenzkontrollen?

Ulbig: Eine massive Situation wie in Bayern gibt es bei uns ja noch nicht. Wenn es notwendig wird, muss schnell reagiert werden. Ich habe heute Nachmittag (Sonntag, d. Red.) alle verantwortlichen Chefs der Polizeidirektionen und Dienststellen informiert. Wir haben uns beraten und alle Vorkehrungen getroffen. Wir sind vorbereitet.

Nachtrag:

Wie MOPO24 aus dem Umfeld von Bundesinnenminister de Maizière erfuhr, sind massive Maßnahmen an der Sachsen-Tschechien-Grenze jederzeit möglich. Deshalb sagte de Maizière am Nachmittag in seinem Statement, dass der Schwerpunkt "derzeit" auf der bayrisch-österreichischen Grenze liege. Das könne sich aber binnen Stunden ändern.

Fotos: Holm Röhner, Holm Helis


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