Ulbigs Vorzeigeflüchtlinge werden nicht abgeschoben

Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) besuchte am 9. April die syrische Familie Merjan in Stollberg.
Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) besuchte am 9. April die syrische Familie Merjan in Stollberg.

Dresden/Stollberg - Neue Entwicklungen im Fall der syrischen Flüchtlingsfamilie, die nach einem Besuch von Innenminister Markus Ulbig Anfang April urplötzlich nach Bulgarien abgeschoben werden sollte. Vorerst dürfen sie bleiben.

In einer knappen Erklärung teilte das Verwaltungsgericht Chemnitz am Montagnachmittag mit, man habe "die aufschiebende Wirkung der Klage der syrischen Familie Merjan gegen deren Rückführung nach Bulgarien bis zur Entscheidung der Verfahren in der Hauptsache angeordnet".

Kurz gesagt: Bis endgültig über ihren Asylantrag entschieden ist, darf die Familie in Deutschland bleiben und muss nicht nach Bulgarien ausreisen, wo sie ein Aufenthaltsrecht hat.

Desweiteren teilte man mit, dass die Familie aufgrund der" besonderen familiären Situation" ein "gesteigertes Schutzbedürfnis" haben und ihnen deshalb die Abschiebung nicht zugemutet werden können.

Die Frau Salamat Issa (34) und ihr Mann Ahamad (36) waren mit ihren vier Kindern (3 - 12) mitten in der Nacht abgeholt worden und sollte abgeschoben werden.

Das scheiterte daran, dass die Fluggesellschaft sich weigerte, die völlig aufgelösten Menschen mitzunehmen.

Sie wurden schließlich vom Stollberger Pfarrer aufgenommen.

Foto: Facebook Markus Ulbig


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