Symbol sorgt für Nazi-Zoff: Wirbel um Image-Film der Stadt Ulm

Ulm - Trotz heftiger Kritik am Auftritt einer Figur mit Nazi-Tattoo will die Stadt Ulm an ihrer neuen Film-Kampagne festhalten.

Die "Schwarze Sonne" (links) auf dem Hals einer Filmfigur sorgt für Ärger. (Screenshot)
Die "Schwarze Sonne" (links) auf dem Hals einer Filmfigur sorgt für Ärger. (Screenshot)  © Screenshot Facebook.de/Ulm - Deine Stadt

"Die Stadt Ulm steht zu dem im Kampagnenfilm künstlerisch umgesetzten Anspruch einer vielfältigen Gesellschaft und wird den Film auf ihren Kanälen in der ursprünglich veröffentlichten Form belassen", erklärte das Rathaus am Dienstag.

Der Film solle zeigen, "dass die zwischenmenschliche Begegnung für alle Anstoß sein kann, bisherige Einstellungen und gegebenenfalls Vorurteile zu überdenken und hoffentlich auch zu überwinden".

Auslöser für die Debatte vor allem in den sozialen Medien war eine Filmfigur, welche die "Schwarze Sonne" - ein Ersatz- und Erkennungssymbol der rechtsextremen Szene - als Tattoo auf dem Nacken trägt.

In einigen Kommentaren wurde der Stadt Ulm unterstellt, durch das Zeigen des Symbols Sympathie für Menschen mit rechtsextremen oder faschistischen Einstellungen zu zeigen. Die Stadtverwaltung will Anfang Dezember öffentlich und mit Fachleuten diskutieren.

Die Ulmer SPD ist fassungslos und fordert, den Film zu überarbeiten. "Vielfalt ist für uns positiv besetzt als Chance und nicht als Bedrohung", sagte Dagmar Engels, die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Ulmer Gemeinderat.

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