Aus Zorn nach Trennung: Mann stach so lange auf seine Frau ein, bis sie tot war

Ulm - Ein 40 Jahre alter Mann hat vor dem Landgericht Ulm gestanden, seine zehn Jahre jüngere Ehefrau mit etlichen Messerstichen getötet zu haben.

Der 40-Jährige gestand seine Tat in einem schriftlichen Geständnis am Montag vor dem Landgericht Ulm.
Der 40-Jährige gestand seine Tat in einem schriftlichen Geständnis am Montag vor dem Landgericht Ulm.  © DPA

Er habe im November 2018 in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) immer wieder mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen, erklärte der Angeklagte in seinem schriftlichen Geständnis, das von seinem Verteidiger am Montag verlesen wurde.

Der nach eigenen Angaben alkoholkranke Mann will aus Enttäuschung und Wut darüber gehandelt haben, dass seine ebenfalls aus Russland stammende Ehefrau sich von ihm getrennt hatte.

Während er eine Haftstrafe verbüßte, habe die Frau und Mutter von drei gemeinsamen minderjährigen Töchtern die Scheidung eingereicht und für den Mann ein Verbot erwirkt, die gemeinsame Wohnung zu betreten.

Der Angeklagte gab zu, sich dennoch am 2. November 2018 in die Wohnung geschlichen zu haben.

Angeklagter: "Ich habe erst aufgehört, als ich sie umgebracht hatte."

Der Mann stach mit einem Küchenmesser so lange auf seine Ehefrau ein, bis diese tot war. (Symbolbild)
Der Mann stach mit einem Küchenmesser so lange auf seine Ehefrau ein, bis diese tot war. (Symbolbild)  © 123RF

Dort habe er gehört, wie die Frau mit einem anderen Mann telefonierte.

Sie habe ihn dabei beschimpft und Pläne erörtert, mit dem anderen Mann ein neues Leben zu beginnen.

Daraufhin habe er sich in der Küche ein Messer genommen und auf die Frau eingestochen. "Ich habe erst aufgehört, als ich sie umgebracht hatte", sagte der Angeklagte.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Russen einen "heimtückischen Mord" vor. Die Frau sei am Tatort ihren Stichverletzungen erlegen. Der Mann wurde am Tag darauf festgenommen.

Das Schwurgericht hat fünf weitere Verhandlungstage bis zum 26. Juli anberaumt. Bis dahin sollen Zeugen sowie ein psychiatrischer Sachverständiger gehört werden.

Titelfoto: 123RF

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