Nach langer Leidenszeit hat Lisa (†23) den Kampf gegen Krebs verloren

Ulm - Die unglaubliche Leidensgeschichte der 23-jährigen Lisa G. aus Ulm (TAG24 berichtete) bewegte viele Menschen im Internet. Nachdem sie zahlreiche Schicksalsschläge überwunden hatte und bei ihr erneut Krebs diagnostiziert wurde, hat sie ihren Kampf gegen den Tod jetzt leider doch verloren.

Die 23-Jährige aus Ulm rief auf Facebook um Hilfe auf. (Fotomontage)
Die 23-Jährige aus Ulm rief auf Facebook um Hilfe auf. (Fotomontage)  © Montage: Screenshot Facebook Beliieeber/Lisa Gröbe

Das teilte ihre Familie am Donnerstagnachmittag auf der Instagram-Seite von Lisa mit.

"Unser Lieblingsmensch, eine starke, nie aufgebende Kämpferin, hat über die Regenbogenbrücke ihre Erlösung und Ruhe gefunden. Ein neuer, unbeschwerter Weg liegt vor ihr. Wir werden sie immer in unseren Herzen tragen", schrieb Lisas engster Familienkreis über ein Bild, das Lisa lächelnd vor einer schönen Inselkulisse zeigt.

Außerdem geht aus dem Bild hervor, dass die Ulmerin am Dienstag, den 19. November, von uns gegangen ist.

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Lisa war zuletzt im Deutschen Herzzentrum Berlin stationiert, wo sie nach ihrem Hilfe-Aufruf auf Facebook Ärzte gefunden hatte, die sich mit ihrem speziellen Fall auseinandersetzen wollten (TAG24 berichtete).

Dieser war nämlich extrem kompliziert. 2008 bekam Lisa ein neues Herz transplantiert, danach erkrankte sie an dem Norovirus, den sie ein halbes Jahr bekämpfte.

Lisas unglaubliche Leidensgeschichte seit Herztransplantation 2008

Die 23-jährige aus Ulm verlor am 19. November ihren Kampf gegen den Tod. (Fotomontage)
Die 23-jährige aus Ulm verlor am 19. November ihren Kampf gegen den Tod. (Fotomontage)  © Montage: Screenshot Instagram/_life.of.lisa

Im November 2009 erfolgte eine Abstoßungsreaktion ihres neuen Herzens. 2011 ging ihre Leidensgeschichte weiter, als Verengungen in den Herzkrankgefäßen festgestellt wurden.

Nach fünf Jahren Ruhe klagte sie 2016 über starke Schmerzen, die letztlich auf eine sehr bösartige Krebsform zurückzuführen waren - eine Nachwirkung vom Epstein-Barr-Virus.

Als Lisa G. dies alles überstanden hatte, kam 2018 dann die nächste Hiobsbotschaft: Die Gefäße in ihrem Herzen hatten sich so weit verengt, dass Lebensgefahr bestand. Und bei weiteren Untersuchungen wurde dann auch noch Brustkrebs festgestellt.

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Einige Ärzte sagten dann zu der 23-Jährigen, dass sie ihr nicht helfen könnten, da ihr Herz und ihre Niere zu geschwächt seien und weitere Eingriffe nicht überleben würden.

Doch die Ulmerin gab nicht auf, bat mit einem Aufruf in den sozialen Netzwerken um Hilfe und gelangte so schließlich zum Deutschen Herzzentrum in Berlin, wo man sich seit August um sie kümmerte. Auch wenn sie den Kampf gegen den Tod letztlich verloren hat, sind ihre Leiden jetzt vorbei und sie kann hoffentlich in Frieden ruhen.

Ihre Familie schrieb noch unter das neueste Bild: "Auch wenn Lisas Reise einen Neuanfang an einem anderen Ort gefunden hat, möchte sie alle Kämpfer unter euch dazu ermutigen NIE aufzugeben. Egal wie schwer ihr es gerade habt, egal ob Psychisch oder Physisch. Lisa wird euch weiterhin beistehen und euch die Kraft geben die ihr braucht."

Titelfoto: Montage: Screenshot Instagram/_life.of.lisa

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