Neue Wahl-Umfrage: Höhenflug der Grünen in Hamburg gestoppt

Hamburg - Noch sind es gut drei Monate bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg, doch eine Wahlumfrage jagt bereits die andere.

Wer regiert ab 2020 im Hamburger Rathaus?
Wer regiert ab 2020 im Hamburger Rathaus?  © dpa/Markus Scholz

Dem neusten Stimmungstest zufolge liegt die SPD weit vor den Grünen. Wenn am Sonntag Bürgerschaftswahl wäre, kämen die regierenden Sozialdemokraten demnach auf 32 Prozent und ihr grüner Koalitionspartner auf 23 Prozent der Stimmen.

Das ist das Ergebnis einer vom Marktforschungsinstitut Trend Research im Auftrag von Radio Hamburg durchgeführten repräsentativen Online-Umfrage.

Damit scheint der Höhenflug der Grünen in den Umfragen vorerst gestoppt zu sein. Erst in der vergangenen Woche sah eine Umfrage, die Umweltpartei bereits vor der SPD.

Seit Monaten wächst der Zuspruch für die Grünen, ein Machtwechsel im Rathaus war denkbar.

Zuletzt wählte der Parteitag Katharina Fegebank (42) mit großer Mehrheit zur Bürgermeister-Kandidatin und damit zur Herausforderin von Amtsinhaber Peter Tschentscher (53).

CDU in Umfrage mit leichten Verlusten

Das aktuelle Stimmungsbild sieht die SPD in Hamburg nun deutlich vor den Grünen.
Das aktuelle Stimmungsbild sieht die SPD in Hamburg nun deutlich vor den Grünen.  © Quelle: Radio Hamburg

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 gewann die SPD - noch mit Olaf Scholz (61) als Bürgermeister - 45,6 Prozent der Stimmen, verlor aber die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Kraft wurde die CDU mit 15,9 Prozent.

Auf Platz drei landeten die Grünen mit 12,3 Prozent und gingen als kleiner Partner eine Koalition mit den Sozialdemokraten ein.

In der aktuellen Umfrage verliert die CDU an Zuspruch und kommt mit 13 Prozent knapp vor den Linken mit 12 Prozent (2015: 8,5 Prozent).

Leicht verbessern kann sich die AfD mit 8 Prozent (2015: 6,1 Prozent). Die FDP bleibt mit 7 Prozent relativ stabil (2015: 7,4 Prozent).

Für die Umfrage machten Anfang November über 700 wahlberechtigte Hamburger ab 16 Jahren per Online-Toll mit. 652 der abgegebenen Stimmen waren gültig.

Bis zur Bürgerschaftswahl am 23. Februar 2020 wird es weitere Umfragen geben. Wer das Rennen ums Rathaus macht, ist aber erst nach Auszählung der Stimmen klar.

Titelfoto: dpa/Markus Scholz

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