AfD profitiert von Köln und legt weiter zu

Leicht im Aufwind: Björn Höcke und die AfD.
Leicht im Aufwind: Björn Höcke und die AfD.

Berlin - Keine Überraschung: die Rechtspopulisten der Alternative für Deutschland legen in der Gunst der deutschen Wähler wieder etwas zu. Experten zufolge profitiert die AfD dabei von der Stimmung nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln und Hamburg.

Laut des Stern-RTL-Wahltrends verbessert sich die AfD um exakt einen Prozentpunkt und steht damit derzeit bei 9 Prozent. Was zum Einzug in den Bundestag reichen würde, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Den Sprung würde demnach auch die FDP schaffen, der bei aktuell 5 Prozent ihr bundespolitisches Comeback gelänge. Die Union (CDU/CSU) käme auf 38 Prozent, die SPD auf 23 Prozent, Linke und Grüne auf jeweils zehn Prozent.

Der Aufwind der AfD um deren Sprachrohr Björn Höcke sorgt bei den Wahltrendforschern aber kaum für Beunruhigung. Im Gegenteil. Den Experten zufolge haben die Rechtspopulisten ihr Potenzial damit bereits ausgeschöpft. "Die Diskussion über die Kölner Silvester-Ereignisse stabilisiert die AfD, die zum Sammelbecken all jener geworden ist, die latent anfällig sind für fremdenfeindliches und rechtsradikales Gedankengut", sagt beispielsweise Manfred Güllner, der Chef des Forsa-Institutes.

Nachdenklich stimmt beim aktuellen Wahltrend eher die Größe der Gruppe der Nichtwähler und Unentschlossenen: Die liegt bei 35 Prozent.

Foto: dpa


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