Das gab's noch nie: Beliebter Schulbauernhof in den Ferien zu

Elke Siemens (l.) und Gabriele Ankewitz inspizieren die Zucchini im großen Garten.
Elke Siemens (l.) und Gabriele Ankewitz inspizieren die Zucchini im großen Garten.

Ummeln - Wer nach 1985 in Bielefeld oder Gütersloh zur Schule gegangen ist, kennt ihn natürlich: Den Schulbauernhof Ummeln. Doch nach dem Tod des Mitbegründers Manfred Hofmeister vor zehn Wochen muss der Bauernhof im Sommer erstmals geschlossen werden.

"Es ist und bleibt ein schmerzlicher Verlust", sagt Elke Siemens, 2. Vorsitzende des Fördervereins in der Neuen Westfälischen. Auch die 74-Jährige gehört zu den Mitbegründern des Hofes. "Wir haben im Vorstand ausdrücklich gesagt, wir entscheiden alles zusammen", sagt sie.

"Unser Wunsch ist es, den Hof in Manfreds Sinne weiterzuführen." Betriebsleiterin Gabriele Ankewitz begründet die Schließung über die Ferien: "Es war der langfristige Plan, die Hofzufahrt und alle Wege zu sanieren sowie die Gebäude grundzureinigen."

Als Ausgleich wird dafür die Winterruhe von fast zwei Monaten auf lediglich drei Wochen verkürzt. In dieser Zeit können Schulen das Angebot des Hofes deshalb umso länger nutzen: 38 Kinder und Betreuer können hier gleichzeitig das Landleben kennenlernen.

"Etwa zwei Drittel der Kosten können wir über die Belegung decken", so Ankewitz. "Ein Drittel müssen irgendwo anders herkommen." Neben finanziellen Unsicherheiten plagen den Hof auch andere Sorgen: "Aber personell kommen wir an unsere Grenzen."

Trotzdem findet natürlich auch in diesem Jahr das traditionelle Hoffest zu Erntedank am 8. Oktober statt.

Auch die kleinen Ferkel fühlen sich auf dem Hof sauwohl.
Auch die kleinen Ferkel fühlen sich auf dem Hof sauwohl.

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