Deutsche Umwelthilfe will Einwegplastikflaschen in Schulen und Ämtern abschaffen

Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe will Schluss machen mit Einwegplastikflaschen in Schulen, Rathäusern oder Ämtern. Der Verband hat deswegen alle Städte und Landkreise angeschrieben und aufgefordert, auf Einwegverpackungen in der Beschaffung möglichst zu verzichten - und stattdessen auf Mehrweg zu setzen.

Solche Einwegplastikflaschen will der Verband Deutsche Umwelthilfe in Zukunft verbieten.
Solche Einwegplastikflaschen will der Verband Deutsche Umwelthilfe in Zukunft verbieten.  © Eric Risberg/AP/dpa

Der Verband hat deswegen alle Städte und Landkreise angeschrieben und aufgefordert, auf Einwegverpackungen in der Beschaffung möglichst zu verzichten - und stattdessen auf Mehrweg zu setzen.

Die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz erklärte am Dienstag in Berlin: "Meinen es Städte und Kommunen ernst mit dem Klimaschutz, sollte ein erster Schritt sein, Einweg zu verbannen und auf Mehrweg bei der öffentlichen Beschaffung zu setzen."

Die Umwelthilfe kritisierte in ihrer Jahresbilanz weiter, dass der Verpackungsverbrauch in Deutschland aktuell mit 18,7 Millionen Tonnen einen neuen Höchststand erreicht habe.

Die Bundesregierung habe diesem verheerenden Trend auch 2019 nichts Wirksames entgegengesetzt.

Abfallvermeidung sei nicht nur für den Ressourcenschutz relevant, sondern berge enormes CO2-Einsparpotenzial. Doch sei dieser Bereich im aktuellen Klimapaket der Regierungskoalition überhaupt nicht adressiert.

Auch Aldi und Lidl sollen zukünftig auf Mehrweg und Nachhaltigkeit setzen

Auch will sich die Umwelthilfe dafür einsetzen, dass Handel und Getränkeindustrie die seit Januar gesetzlich verankerte Mehrwegquote von 70 Prozent bei Getränkeverpackungen bis spätestens Ende 2021 auch umsetzen. Metz erklärte: "Das gilt auch für die Einweg-Discounter wie Aldi und Lidl, die sich Mehrweg bislang komplett verweigern.

Allein mit dieser Maßnahme werden mehrere hunderttausend Tonnen Klimagasemissionen eingespart." Bisher gibt es keine Sanktionen für Unternehmen, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa


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