Heftiger DDR-Film "Und der Zukunft zugewandt" rückt Tabu-Thema in den Fokus!

Dresden - Dieses Drama muss man erst einmal sacken lassen! Das deutsche Werk "Und der Zukunft zugewandt" von Regisseur Bernd Böhlich ("Polizeiruf 110") behandelt ein Thema, das lange Zeit tabu war: DDR-Bürger, die unschuldig in russischer Gefangenschaft waren.

Antonia Berger (r., Alexandra Maria Lara) ordnet sich dem Parteifunktionär Leo Silberstein (Stefan Kurt) unter und arbeitet im "Haus des Volkes".
Antonia Berger (r., Alexandra Maria Lara) ordnet sich dem Parteifunktionär Leo Silberstein (Stefan Kurt) unter und arbeitet im "Haus des Volkes".  © PR/Neue Visionen Filmverleih

Im Mittelpunkt des am 5. September in den Kinos startenden Filmes steht Antonia Berger (Alexandra Maria Lara). Sie ist im Jahr 1952 mit ihrer Tochter Lydia (Carlotta von Falkenhayn) in einem Gulag gefangen. Der Vorwurf: Spionage-Verdacht. Innerhalb weniger Minuten wurde sie direkt verurteilt.

Ihren Mann hat sie seit nunmehr drei Jahren nicht mehr gesehen. Der hält es eines Nachts nicht mehr aus, stiehlt sich bei Regen davon und klettert ungesehen über den Maschendrahtzaun, um die beiden zu sehen, denn Lydia hat Geburtstag.

Antonia ist erfreut und entsetzt zugleich. Sie schickt ihn schnell wieder zurück, hofft noch immer auf die Rettung aus der Heimat. Doch auf dem Rückweg ins Arbeitslager wird ihr Mann von sowjetischen Soldaten entdeckt, erschossen und ihr anschließend vor die Füße geworfen.

Nun endlich, zu spät und erst nach diesem traumatischen Erlebnis, wird sich in der DDR für ihre Freiheit eingesetzt. Sie kehrt mit der fieberkranken Lydia nach Ostdeutschland zurück. Arzt Konrad Zeidler (Robert Stadlober) rettet Lydia mit Penicillin das Leben und verguckt sich in Antonia.

Die darf ihm allerdings nichts von ihrer Vergangenheit erzählen und ihn deshalb nur bedingt an sich heranlassen. Denn sie bekam zwar eine Wohnung, Geld und eine gute Arbeit als Leiterin des "Haus des Volkes" in Fürstenberg, musste allerdings wie zwei ebenfalls gerettete Freundinnen unterschreiben, das Erlebte niemandem zu erzählen.

Wie sollte der Kommunismus in der DDR wachsen, wenn die Öffentlichkeit erfahren würde, dass ostdeutsche Bürger jahrelang unschuldig unter schrecklichen Bedingungen im Gulag gefangen gehalten wurden?

Alexandra Maria Lara trägt "Und der Zukunft zugewandt": Schauspiel-Star zeigt klasse Leistung

Konrad Zeidler (l., Robert Stadlober) verguckt sich in Antonia Berger (Alexandra Maria Lara), die ihm allerdings nichts von ihrer Vergangenheit erzählen darf.
Konrad Zeidler (l., Robert Stadlober) verguckt sich in Antonia Berger (Alexandra Maria Lara), die ihm allerdings nichts von ihrer Vergangenheit erzählen darf.  © PR/Neue Visionen Filmverleih

Diese wichtige Geschichte hat Böhlich klasse umgesetzt. Ihm gelingt es, das schwierige Thema mit seinen vielen verschiedenen Facetten hintergründig zu beleuchten und interessierte Zuschauer so bei der Stange zu halten.

Gerade die schauspielerischen Leistungen garantieren dabei große, emotionale Kino-Momente.

Besonders Lara (Traudl Junge in "Der Untergang"), die symbiotisch mit ihrer Figur verschmilzt und deren mitunter brutalen, inneren Kämpfen großartig darstellt, trägt "Und der Zukunft zugewandt" über die gesamten 108 Minuten und hebt ihn mit ihrer starken Leistung auf ein anderes Level.

Über sie als Identifikationsfigur wird das Publikum mit vielen essenziellen Fragen konfrontiert: Wie weit würde man für seine Kinder gehen? Wie lange kann man mit einer schwerwiegenden Lüge leben? Wem kann man vertrauen, wenn sich alle gegenseitig bespitzeln? Wie soll man die eigene, harte Vergangenheit verarbeiten, wenn man nicht darüber sprechen darf?

Diese und noch viele weitere Fragen werden behandelt, beantwortet und dramaturgisch erstklassig inszeniert. Auch deshalb reißt der Film mit dem zynisch zu verstehenden Titel von Anfang bis Ende mit, ist zugleich spannend, unterhaltsam, kurzweilig und regt den Diskurs über ein (weiteres) dunkles Kapitel der DDR-Geschichte an.

"Und der Zukunft zugewandt" reißt den Zuschauer mit

Antonia Berger (Alexandra Maria Lara) ist in einem Lügenkonstrukt gefangen und verplappert sich. Leo Silberstein (Zweiter von rechts, Stefan Kurt) und ihr Vernehmer (r., Peter Kurth) stellen sie zur Rede.
Antonia Berger (Alexandra Maria Lara) ist in einem Lügenkonstrukt gefangen und verplappert sich. Leo Silberstein (Zweiter von rechts, Stefan Kurt) und ihr Vernehmer (r., Peter Kurth) stellen sie zur Rede.  © PR/ Neue Visionen Filmverleih

Daran haben auch die geschliffenen und authentischen Dialoge und das erstklassige Drehbuch einen großen Anteil.

Sie sorgen dafür, dass die Charakterdarstellung und -entwicklung glaubwürdig ist und alle Protagonisten somit menschlich nachvollziehbar sind.

Dazu tragen neben Lara auch die anderen Schauspieler aus diesem Star-Ensemble bei. Ob Stadlober (TV-Serie "Das Boot"), Stefan Kurt ("Dreileben – Eine Minute Dunkel") oder Jürgen Tarrach ("Tatort") in Nebenrollen: Alle zeigen gute Leistungen.

Darüber hinaus verstärken das Kostümdesign und die entsättigten, trüben Farben in Verbindung mit der dynamischen Kameraführung und den schönen Locations die stimmungsvolle Atmosphäre.

Dennoch gibt es auch einige weniger gelungene Aspekte, bei denen die Balance fehlt. So ist die Darstellung der DDR ziemlich negativ und an anderen Stellen nicht negativ und hart genug. Gerade, wenn es um Bespitzelungen und Verrat untereinander geht, hat sich Böhlich eher zurückgehalten und ist offenbar einige Kompromisse eingegangen, um ein großes Publikum erreichen zu können.

Dazu ist die Ausstattung beschönigend. Der Film spielt hauptsächlich im Jahr 1952, sieht hinsichtlich des Szenebildes aber eher wie aus den 70er oder 80er Jahren aus. Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war es bei weitem nicht überall so sauber restauriert, wie hier im Film.

Dennoch ist "Und der Zukunft zugewandt" ein sehenswertes deutsches Drama auf hohem Niveau geworden, das mit seiner brisanten Geschichte und seinen starken schauspielerischen Leistungen beeindruckt.

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