Und täglich eskaliert die Hochzeit! Polizei verdoppelt Einsätze

Düsseldorf - Die eskalierenden Hochzeitsfeiern in Nordrhein-Westfalen bleiben weiterhin ein großes Problem für die Polizei.

Der Fall der abgesperrten A3 am 22. März 2019 ist nur ein Beispiel für die ausufernden Hochzeitsfeiern in NRW.
Der Fall der abgesperrten A3 am 22. März 2019 ist nur ein Beispiel für die ausufernden Hochzeitsfeiern in NRW.  © Polizei

Wie die DPA am Dienstagnachmittag berichtet, fanden in der vergangenen Woche 38 Einsätze wegen ausufernden Hochzeitsfeiern statt.

Damit haben sich die Einsätze im Gegensatz zur Vorwoche mehr als verdoppelt, so eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums gegenüber der DPA. Da waren es noch 17 Einsätze.

Dreimal musste die Polizei wegen Schüssen ausrücken. Zehnmal fanden die Einsätze auf der Autobahn statt. Bei 5 Einsätzen war Pyrotechnik der Grund für das Einschreiten und bei 23 weiteren Einsätzen waren Autokorsos der Auslöser.

Es wurden mehrere Strafanzeigen erstattet.

Das Problem eskalierender Hochzeitsfeiern ist seit Monaten Thema in Nordrhein-Westfalen. Die Polizei zählte Anfang Juni bereits 129 Einsätze in zwei Monaten. So hatte unter anderem am 22. März 2019 eine Hochzeitsgesellschaft für Aufsehen gesorgt, die bei Ratingen die A3 mit Autos blockierte, um Filmaufnahme zu machen.

Um dem Herr zu werden, verteilt die Polizei NRW seit Anfang Juni Flugblätter mit Hinweisen für Hochzeitsgäste in denen die Konsequenzen für Eskalationen aufgezeigt werden.

Außerdem hatte die Polizei bereits im Mai mehrere Wohnobjekte im Raum Wesel durchsucht, um gegen Gäste einer eskalierten Hochzeit vorzugehen. (TAG24 berichtete)

Mit solchen Flyern versucht die Polizei in Nordrhein-Westfalen die Eskalationen bei Hochzeitsfeiern einzudämmen.
Mit solchen Flyern versucht die Polizei in Nordrhein-Westfalen die Eskalationen bei Hochzeitsfeiern einzudämmen.  © dpa/Federico Gambarini

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