Schwerer Unfall auf der A2: Autobahn gesperrt, Feuerwehr beklagt fehlende Rettungsgasse

Alleringersleben - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A2 zwischen Magdeburg und Braunschweig wurde am Mittwochvormittag ein Lkw-Fahrer schwer verletzt. Die Autobahn ist aktuell vollständig gesperrt. Die Rettungskräfte hatten zunächst Probleme, zur Unfallstelle zu gelangen.

Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall in seinem Fahrerhaus eingeklemmt.
Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall in seinem Fahrerhaus eingeklemmt.  © Matthias Strauß

"Die Anfahrt war natürlich sehr, sehr schwierig", erklärte Friedbert Kloss von der Feuerwehr Ostingersleben. "Die Fahrzeuge standen auf allen drei Spuren, eine Rettungsgasse wurde nicht gebildet. Mehrere Lkw fahren noch ganz links, vor der Feuerwehr mit Sondersignal werden noch die Fahrspuren gewechselt. Es macht mittlerweile keinen Spaß mehr."

Kloss war zusammen mit anderen Einsatzkräften zur Unfallstelle alarmiert worden. Diese sei zunächst jedoch von Lkw-Fahrern versperrt worden. "Wenn zu ist, ist zu. Ich denke, die Polizei hat mittlerweile die gleichen Probleme wie wir", so Kloss weiter.

Nach ersten Angaben der Polizei war es zu dem Unfall gekommen, als ein Lkw-Fahrer mit seiner Zugmaschine auf der A2 Richtung Hannover, nahe der Anschlussstelle Alleringersleben auf einen anderen Lkw aufgefahren war.

Durch die schwere Ladung, der Lkw hatte Stahlteile geladen, schob sich das Fahrzeug in den Anhänger. Dabei wurde der Lkw-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt.

Schwerer Unfall auf der A2: "Er war mit dem Bein eingeklemmt"

Sowohl Ersthelfer als auch Rettungskräfte beklagten, dass zunächst keine Rettungsgasse gebildet wurde.
Sowohl Ersthelfer als auch Rettungskräfte beklagten, dass zunächst keine Rettungsgasse gebildet wurde.  © Matthias Strauß

Ein Ersthelfer hielt an, betreute das Unfallopfer und alarmierte die Rettungskräfte. "Ich habe ein wenig mit ihm geredet und ihn abgelenkt. Er war ja mit dem Bein eingeklemmt", sagte Ersthelfer René Kehlbacher.

Auch er beklagte, dass die Rettungsgasse mal wieder nicht funktioniert habe. "Es ist wichtig, dass man mit den Leuten spricht, damit sie bei Bewusstsein bleiben."

Ein Feuerwehrmann sei kurz darauf herbeigeeilt und habe übernommen. Andere Autofahrer seien hingegen einfach weitergefahren, so Kehlbacher. "Ich finde, die Strafen für nicht gebildete Rettungsgassen sollten viel höher sein."

Aufgrund der Bergungs- und Aufräumarbeiten ist die A2 aktuell in Richtung Hannover vollständig gesperrt.

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