Fehlende Rettungsgasse: Notarzt muss vier Kilometer zum Unfall laufen

Neuruppin - Um kurz vor 15 Uhr kam es auf der A24 zwischen Herzsprung und Neuruppin zu einem Unfall. Ein Kleintransporter war von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Die beiden Insassen wurden dabei schwer verletzt.

Die beiden Insassen wurden bei dem Unfall schwer verletzt.
Die beiden Insassen wurden bei dem Unfall schwer verletzt.  © Feuerwehr Wittstock/Dosse

Das große Problem: Aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse musste der Notarzt vier Kilometer zu den Schwerverletzten laufen. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung.

Nachdem die Feuerwehr alarmiert rückten insgesamt sechs Fahrzeuge (Feuerwehr, Rettungskräfte und Notarzt) aus. Doch nur die ersten drei seien "mit Mühe und Not" bis zur Unfallstelle vorgedrungen, wie der Kreiswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wittstock/Dosse Steffen Müller der Zeitung erklärte. Für den Notarzt gab es wiederum kein durchkommen. Er hatte nur noch eine Möglichkeit: Kilometerweit laufen.

Den Verkehrsteilnehmern möchte der Kreiswerführer allerdings nur bedingt einen Vorwurf machen. "Die Autofahrer haben es teilweise richtig gemacht, sie haben eine Rettungsgasse gebildet, sich rechts und links am Fahrbahnrand eingeordnet, aber durch die Enge der Fahrbahn war es nicht möglich, dort in der Mitte noch durchzukommen", so Müller zum rbb.

Das Problem sei, dass Autofahrer oftmals nur das erste Rettungsfahrzeug durchließen und die Rettungsgasse dann wieder schlössen. Vielmehr sollten Lkw- und Pkw-Fahrer die Rettungsgasse offen lassen, bis der Verkehr wieder läuft.

Immerhin nahm der Unfall kein böses Ende. Die Schwerverletzten konnten ins Krankenhaus gebracht werden und seien stabil.

Wegen einer fehlenden Rettungsgasse musste der Notarzt zum Unfall laufen.
Wegen einer fehlenden Rettungsgasse musste der Notarzt zum Unfall laufen.  © Feuerwehr Wittstock/Dosse

Titelfoto: Feuerwehr Wittstock/Dosse


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