Tesla kracht in Baumarkt: Kundin stirbt unter den Trümmern

Nortorf - Ein tödlicher Unfall mit einem Tesla auf dem Gelände eines Baumarkts erschüttert Nortorf bei Neumünster.

Nach dem Unfall steht der stark beschädigte Tesla vor den Trümmern der Fassade des Baumarktes in Nortorf.
Nach dem Unfall steht der stark beschädigte Tesla vor den Trümmern der Fassade des Baumarktes in Nortorf.  © Kai Eckhardt/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter eingeschaltet, der die Unfallursache klären soll.

"Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch in Kiel der Deutschen Presse-Agentur.

Zu den offenen Fragen gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermögliche.

Bei dem Unfall am Dienstag war eine 76-jährige Kundin in dem Baumarkt unter Trümmern begraben worden und ums Leben gekommen.

Laut Polizei war eine 70-Jährige am Nachmittag mit ihrem Auto in den Eingang des Baumarkts gefahren.

Eine Glastür zersplitterte, ein Container mit Blumen wurde vom Fahrzeug in den Vorraum geschoben, auch gestapelte Briketts und andere Waren stürzten um.

76-Jährige lag tot unter den Trümmern

Der Tesla krachte in die Fassade des Baumarktes in Nortorf.
Der Tesla krachte in die Fassade des Baumarktes in Nortorf.  © Kai Eckhardt/dpa

Helfer kümmerten sich zuerst um die Fahrerin und ihren Ehemann im Auto - beide blieben unverletzt.

Auch zwei Kunden, die von Briketts an den Beinen getroffen worden waren, blieben weitgehend unverletzt.

"Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass sich unter den Trümmern noch eine weitere Person befand. Dabei handelte es sich um die 76-Jährige", teilte die Polizei mit.

Für die alte Dame aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde sei jede Hilfe zu spät gekommen.

Neben den Rettungskräften und der Polizei waren Seelsorger im Einsatz, um sich um Unfallbeteiligte, Helfer und Mitarbeiter des Baumarkts zu kümmern.

Das Unfallfahrzeug wurde sichergestellt.

Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Titelfoto: Kai Eckhardt/dpa

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