21-Jährige von Polizist totgerast: Sollten Fakten vertuscht werden?

Berlin - Im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses werden am Montag (ab 11 Uhr) Auskünfte zu dem tödlichen Crash vor einem Jahr erwartet, den ein mutmaßlich alkoholisierter Polizist verursacht haben soll.

Vor einem Jahr wurde eine 21-Jährige von einem Polizeiauto totgerast. (Archivbild)
Vor einem Jahr wurde eine 21-Jährige von einem Polizeiauto totgerast. (Archivbild)  © DPA

Es war der Verdacht aufgekommen, dass die Trunkenheit vertuscht worden sein könnte. Innensenator Andreas Geisel (SPD) wird sich nach Angaben seines Sprechers im "Rahmen seiner Möglichkeiten" äußern. Ein Ermittlungsverfahren läuft.

Der Polizeiwagen, der mit Blaulicht und überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, hatte das Auto der 21-Jährigen beim Einparken gerammt und die junge Frau tödlich verletzt. Bei dem Polizisten wurde am Unfallort kein Alkohol-Test gemacht, im Krankenhaus wurde dann ein Wert von etwa einer Promille festgestellt.

Erst Monate später wurden Ermittlungen wegen Trunkenheit am Steuer aufgenommen, zunächst ging es nur um fahrlässige Tötung. Eine Anklage gibt es bislang nicht.

Die Grünen-Fraktion hat einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und verlangt Erklärungen von Polizei und Justiz. Der Umgang mit den Eltern des Opfers sei höchst fragwürdig, sagte Abgeordneter Benedikt Lux der Deutschen Presse-Agentur.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) sollte sich am Montag zu den Vertuschungsvorwürfen äußern.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) sollte sich am Montag zu den Vertuschungsvorwürfen äußern.  © DPA

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