Navi schickte Brummi-Fahrer auf den Acker

Oderwitz - Zu enge Straßen, falsche Wege oder einfach mal überhaupt keine Fahrbahn: Wer blind dem Navi folgt, landet manchmal in brenzligen Situationen. Wie gestern ein Fernfahrer (41), der mit seinem Sattelschlepper auf einem Acker landete.

Am Haken kam der Sattelzug wieder aus dem Graben.
Am Haken kam der Sattelzug wieder aus dem Graben.  © Erik-Holm Langhof/Lausitznews.de

Nach erstem Erkenntnissen hatte das Navi den Brummi-Kapitän mitten auf der Bundesstraße 178 zum Abbiegen aufgefordert.

Das Problem: Dort zweigt gar keine Straße ab. Der Fahrer schlug das Lenkrad trotzdem ein - der 40-Tonner, beladen mit Teilen für die Automobilindustrie; durchbrach die Leitplanke, landete mitten auf einem Acker.

"Er war kurz vorm Umkippen", sagt Klaus Dussa (64), Chef des gleichnamigen Abschleppdienstes. "Wir mussten mit dem großen Kran kommen, den Auflieger abheben." Der Unglücksfahrer blieb bei dem Unfall unverletzt, auch der Sachschaden hielt sich mit 4000 Euro in Grenzen.

Die Straße musste allerdings vier Stunden gesperrt bleiben.

Per Navi auf Abwegen - kein Einzelfall: In Bernstadt blieb erst vergangenen Oktober wieder mal ein Laster stecken.

Die Navi-Stimme hatte ihn dort entlang geschickt, in einer engen Kurve war dann Schluss (TAG24 berichtete).

Irre: Jetzt soll dort die Dorfstraße umgebaut werden, damit sie zu den Empfehlungen der elektronischen Lotsin passt ...

Mehr zum Thema Dresden Unfall:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0