Sind drei Beamte verantwortlich für einen tödlichen Geister-Unfall?

Als der Häftling in eine Polizeikontrolle geriet, raste er in ein Auto, dessen Fahrerin (21) starb. (Symbolbild)
Als der Häftling in eine Polizeikontrolle geriet, raste er in ein Auto, dessen Fahrerin (21) starb. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Limburg - Seit Dienstag stehen drei Justizvollzugsbeamte der JVA Diez und Wittlich (Rheinland-Pfalz) wegen fahrlässiger Tötung in Limburg vor Gericht.

Die Beamten hatten im Januar 2015 dem Häftling Frank K. (47) Freigang gewährt. Er saß im Gefängnis, weil er bereits 20 Mal ohne Führerschein am Steuer erwischt worden war.

Und so passierte das Schlimmste. Der Freigänger setzte sich in ein Auto und fuhr ohne Führerschein. Als er in eine Polizeikontrolle auf der A3 geriet, wollte er fliehen und knallte auf der Bundestrasse 49 mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.

Dessen Fahrerin (21) starb.

Der Häftling selbst wurde dann im Dezember 2015 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Fakt ist: Der Mann hätte niemals Freigang bekommen dürfen.

Sieben Verhandlungstage sind nun für den Prozess gegen die Beamten angesetzt. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung.

Es soll entschieden werden, ob die Angeklagten für den Geisterfahrer-Unfall mitverantwortlich sind.


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