Raser vor Gericht: Vater fuhr seine Kinder in den Tod

Laura und Ramo starben, als ihr eigener Vater seinen BMW mit Absicht gegen einen Baum fuhr.
Laura und Ramo starben, als ihr eigener Vater seinen BMW mit Absicht gegen einen Baum fuhr.

Von Steffi Suhr

Görlitz - Es war einer der schrecklichsten Unfälle des letzten Jahres. Nun soll der Tod von Laura (4) und Ramo (5) endlich gesühnt werden. Ab Montag steht ihr eigener Vater Shaip B. (46) vor Gericht. Er soll seine beiden Kinder ermordet haben, als er versuchte, sich selbst zu töten.

Der Anblick, der sich Ersthelfern und Polizisten am 27. September auf der B6 bei Fischbach/Höhe „Schwarzes Roß“ bot, war grauenvoll. Im Umkreis von 150 Metern lagen Autoteile, Kinderschuhe, Kindersitze verstreut.

Shaip B. hatte, so die Anklage, seinen BMW X5, in dem er mit seinen Kindern saß, mit 150 km/h ungebremst gegen einen Baum gelenkt.

Am 27. September 2015 ereignete sich auf der B6 einer der schrecklichsten Unfälle des Jahres.
Am 27. September 2015 ereignete sich auf der B6 einer der schrecklichsten Unfälle des Jahres.

Das Auto wurde regelrecht zerfetzt, die Körper der Kleinen wurden meterweit geschleudert. Laura und Ramo hatten keine Chance, waren sofort tot. Shaip B. erlitt lediglich Blessuren.

Laut Staatsanwalt hatte der gebürtige Serbe sich und seine Kinder umbringen wollen, „um seine Frau zu bestrafen“. Denn die hatte ihn verlassen, war mit den Kleinen ins Frauenhaus gezogen.

Er hatte an jenem verhängnisvollen Tag die Kinder „absprachegemäß“ bei sich. Sie schliefen friedlich in ihren Kindersitzen, als das Unglück geschah.

Laut Staatsanwalt beging der Vater heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen. Ihm droht nun lebenslange Haft.

Fotos: privat, Essler/xcitepress


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